Kalapi – Zwischen Pathos und Plattitüde (ZP & P)
VÖ: 01. Mai 2017 via DIY
Releaseshow am 04.05.2017 im 8 Below Club in München

Make some Noise !!!

KALAPI ist weder ein indischer Prinz noch ein Dichter oder eine polynesische Hafenstadt. Die deutschsprachige Punkrock-Band aus der Landeshauptstadt des Freistaates Bayern, die sich 2011 gegründet hat, befindet sich gerade mit ihrem jüngst erschienen zweiten Album Zwischen Pathos und Plattitüde auf Promotour.

Ihr Debütalbum Schachmatt geht nach zwei Jahren in den Abverkauf, denn die neue Platte liegt mit acht brandneuen Songs und zusätzlichen drei Bonustracks bereit.

Die Musiker spielten bereits mit Bands wie Staatspunkrott, Abstürzenden Brieftauben, Lustfinger oder Extrabreit, die ehrliche gute Stimmung auf der Bühne wird von Bands und Fans gleichermaßen geschätzt.

Ihre selbstkomponierten Songs laden zum feiern und tanzen aber auch zum nachdenken und träumen ein, die Melodien bleiben im Ohr und lassen dem Zuhörer die Gelegenheit, sich darin selbst zu verwirklichen.

Bandbesetzung:
Chris – Lead Guitar + Back Vocals
Rogga – Guitar + Vocals
Ray – Drums
Andi – Bass

Einen kleinen Einblick in die bisherige Tour liefern die drei Videoblogs: 
EINS
ZWEI
DREI

Im August gehen die Musiker nochmal zusammen mit ihren Freunden von Mila Masu und einem zusätzlichen Secret Act auf Mini Tour.


Tracklist:

  1. Herr meiner Pflicht
  2. Was ist los…???
  3. Lmaa
  4. Die Jugend von gestern
  5. Das Recht zu gehen
  6. Dein Weg
  7. Es wird besser
  8. …Tanzt!!
  9. 1000X
  10. Bring mich Heim (Unplugged)
  11. Die Jugend von gestern (Live)

Mit dem Opener „Herr meiner Pflicht“ beginnt der zweite Streich der Musiker, zunächst sehr zaghaft, nach und nach steigert sich aber Gesang und Instrumentenspiel.

„…Du bist jung, du bist frei, die Welt gehört dir,…!“ dieser Ausruf von Sänger Rogga in der nachfolgenden Nummer „Was ist los…???“ ist Mahnruf und Aufforderung zugleich. Es ist doch viel schöner, auf Konzerten tanzend in der ersten Reihe zu stehen, statt alleine zu Hause zu hocken! Also: gebt euch einen Ruck und raus auf die Straße! Allein sein macht nicht glücklich!

Eine Aufforderung zur Revolution liefert der Track „Lmaa“. Hier dominiert neben dem Gesang ganz klar Ray am Schlagzeug.

„Die Jugend von gestern“ richtet den Blick mit erhobenem Mittelfinger zurück und ist eine Ode an die gute alte Zeit. Als Schlusslied gibt es die Nummer nochmal in einer Live Version.

Bedeutend ruhiger, aber keineswegs leiser ist mit 5.09 Minuten der längste Song vom neuen Album. „Das Recht zu gehen“ ist nicht nur durch die wunderbaren Background-Vocals ein Highlight.

Direkt im Anschluss folgt mit „Dein Weg“ der kürzeste Song (3.23 Minuten). Für mich persönlich einer der Favoriten, allein schon durch die Aussage im Text- aber auch rhythmisch und musikalisch überzeugt die Nummer. „… Dein Handeln ist verkehrt,…, Falls du jemals einen hattest, ist er weg, dein Heiligenschein!…“ – wenn man merkt, dass eine Freundschaft, an der man jahrelang festgehalten hat, nicht mehr das Wahre ist, dann muss man sich umdrehen und seinen eigenen Weg gehen.

Track N°7 ist sehr melodisch und dennoch aufbauend und meiner Meinung nach definitiv ein weiteres Highlight. Zu „Es wird besser“ gibt es auch bereits ein LYRICVIDEO online.

Auf der Zielgeraden wird es dann so richtig rhythmisch. Nach dem instrumentalen Einstieg gibt’s ’ne klare Aufforderung von Rogga: „…Tanzt!!“:

„Geboren in einer Subkultur, in der nur Widerstand zählt,
in der der Alltag viel zu langsam vergeht.
Diese Welt ist kühl doch der Krisenherd heizt
Und der Welt hilft nur eins:
nur wenn du tanzt, wird die Welt sich weiter drehen.!

Verstand kann Bildung ersetzen, und hält einen im Gleichgewicht
Doch euer fehlender Verstand wird zur absoluten Kurzsicht.
Meine Höflichkeit zeugt von Freundlichkeit
eure Unhöflichkeit zeugt purer Dummheit…“

„1000X“ kennen Fans bereits von der Debütscheibe Schachmatt. Hier glänzt der Song allerdings mit noch mehr Druck und Power! Absolut beste Entscheidung, den Song in diesem neuen Gewandt nochmal mit aufzunehmen.

Und auch „Bring mich Heim“ vom Vorgängeralbum in einer Unplugged Version hat es mit auf den aktuellen Tonträger geschafft. Ein absolut perfekter Abschluss.


Fazit:
Ein solides Album: rhythmisch, musikalisch und auch textlich wurde gute Arbeit abgeliefert, aber ich persönlich glaube, dass die Jungs immer noch mit angezogener Handbremse unterwegs sind. Teilweise fehlt mir etwas der Druck in den Songs, ich denke das wird sich beim dritten Streich steigern! Wir sind gespannt und bleiben natürlich dran!

Perli
AGF- RADIO

 

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