Artefuckt – Manifest
VÖ: 07.07.17 via Rookies & Kings


Es gibt wohl kaum eine Band die so einen Einschlag in die Musikwelt hingelegt hat wie Artefuckt. Gleich das erste Album bei Rookies & Kings veröffentlicht und auch direkt ein großer Auftritt auf dem Alpen Flair. Als wenn das noch nicht reichen würde liefern sie mit ihrem Manifest quasi genau das, was der Name sagt. Sie geben allen zu verstehen wer sie sind, was sie wollen und wofür sie stehen.

Bandbesetzung:
André (Gesang, Gitarre)
Sven (Gitarre)
Kevin (Bass)
Roland (Drums)


Tracklist:

  1. Intro
  2. Geteilte Freude – geteiltes Leid
  3. Endlose Räume
  4. König der Welt
  5. Nur nach vorne
  6. Die erste Liebe
  7. Wahrheit oder Pflicht
  8. Was wir wollen
  9. Die Welt wartet nicht
  10. Geh deinen Weg
  11. Wir sind ewig

Direkt ohne Pause geht es nach dem „Intro“ mit dem ersten Song „Geteilte Freude – geteiltes Leid“ los. Mit durchgetretenem Gaspedal liefern sie uns eine wahre Ode an die Freundschaft.

Nicht minder langsam geht es im nachfolgenden Song „Endlose Räume“ zu. In diesem ermutigen sie uns, dass wir uns die Zeit nehmen sollten auf uns selbst zu hören und dass man immer versuchen sollte,sich auf seine Träume zu konzentrieren um sie wahr zu machen.

Zum Lied „König der Welt“ gibt es eine Geschichte zur Entstehung, die auch erklärt worum der Song handelt. Die Inspiration kam André, als er bergsteigen war. Als er nach der Anstrengung endlich oben auf dem Gipfel stand war er von all seinen Gefühlen so überwältigt, dass er direkt Zettel und Stift zur Hand nahm, um diese Emotionen in einem Song festzuhalten.

Für das darauffolgende Stück „Nur nach vorne“ spricht der Titel schon für sich: egal was man ihnen sagt oder entgegenstellt, die Musiker gehen unbeirrt ihren Weg immer weiter nach vorne.

Vom Titel her könnte man denken, dass sich hinter „Die erste Liebe“ eine der üblichen Schnarchballaden versteckt. Doch hört man in den Song hinein, merkt man schnell, dass es doch eher in eine ganz andere, sehr traurige Richtung geht. Nämlich mit der Geschichte über das Finden der ersten Liebe und wie sie dann doch irgendwie verloren ging. Was diesen Song besonders macht ist, dass hier ein wenig das Tempo herausgenommen wurde zwar, aber doch das Ganze immer noch ein starker Rocksong und keine wie sonst üblich schmalzige Ballade geworden ist.

„Wahrheit oder Pflicht“ befasst sich mit einem Thema bzw. mit einem inneren Konflikt den wohl jeder schon mal mit sich ausmachen musste: ihr kennt jemanden von dem ihr nicht wisst, wie ihr ihn einschätzen könnt und man ihn am liebsten fragen würde, ob er Freund oder Feind ist.

Mit dem achten Song „Was wir wollen“ erschien ihr allererstes Musikvideo und meiner Meinung nach konnte die Band keine bessere Wahl damit treffen. Denn wie schon der Titel besagt geben sie uns hier unmissverständlich zu verstehen was sie wollen.

Mit „Die Welt wartet nicht auf dich“ kommt einer dieser Songs, der als Aufmunterung dienen soll- in dieser Welt, in der Nichts und Niemand auf einen wartet, sollte man niemals aufhören zu kämpfen für das, wofür man steht.

Der vorletzte Track „Geh deinen Weg“ richtet sich an all die Verräter, die langjährige Freundschaften einfach weg werfen, nur wegen irgendeiner dahergelaufen Frau.

Die letzte Nummer ist dann doch eine klassische Ballade. „Wir sind ewig“ ist das Geständnis der Zuneigung an den Menschen, der einem näher steht, als jeder andere und mit dem man ewig zusammenbleiben möchte.


Fazit:
Das Manifest ist ohne zu übertreiben eines der besten, vielleicht sogar das beste Debütalbum, dass ich je von einer Band gehört habe!

Artefuckt liefern einen Einstand nach Maß und bringen mich mit ihrer Platte, trotz dass ich es in der letzten Zeit so oft gehört habe, immer wieder aufs neue zum staunen.

„Das ist es was wir wollen, das ist unser Weg,
Leidenschaft, pure Liebe, jede Zeile jedes Lied,
Aus Traum wird Wirklichkeit, mit Herz Verstand die Faust geballt,
Manifestiert mehr Schall als Rauch, jetzt geht es ab, jetzt wird es laut!“
Dor Alex

 

 

 

 

 

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