Außensaiter – Als wir noch Kinder waren
VÖ: 21.04.2017 via Orient Audio

„Eine Band, deren Texte man versteht,
deren Texte einen Sinn ergeben
und dessen Melodien
man beim ersten Anschlag erkennt!“

Genau das ist es, was Tommy will. Er gründete 2014 die Band Außensaiter und zusammen mit Daniel, Thomas und Anthony rocken sie seitdem die Bühne.

Bandbesetzung:
Tommy – Gesang & Gitarre
Daniel – Gitarre
Anthony – Bass
Thomas – Schlagzeug

Das sind sie also, die vier Jungs aus Regis-Breitingen in Sachsen. Viel proben soll natürlich auch belohnt werden und somit folgten immer mehr neue Auftritte.
Ende 2015 erschien die erste EP Mensch ärgere dich nicht mit 5 Songs.

Als Kenny (ehemaliger Bassist) die Band aus privaten Gründen verlassen musste, kam es leider erstmal zum Stillstand. Dennoch wollten die drei Sachsen nicht aufgeben und begaben sich auf Bassistensuche und wurden mit Anthony fündig.

Seit April 2017 ist ihr aktuelles aktuelles Album Als wir noch Kinder waren auf dem Markt.


 

Tracklist:

  1. Außensaiter
  2. Als wir noch Kinder waren
  3. Meine Seele für ein Feuer
  4. Am Ende sehen wir das Licht
  5. Wir bleiben Eins
  6. Egoist
  7. X Jahre
  8. Aufrecht gehen
  9. Welt
  10. Leckt uns am Arsch

Los geht es mit dem Song „Außensaiter“: und hier ist der Name Programm. Diese Hymne ist gleichzeitig auch eine passende Bandbeschreibung oder wie es im Text selber heißt: „Freie Lieder für freie Seelen, kein Arsch der Welt kann uns das nehmen. Außensaiter ein Leben lang, Liebe ist für uns der Klang.“ Ein klares Statement, mit dem die vier Jungs ganz unmissverständlich klar machen, wer und was
sie sind. Und das mit Stolz! Wenn das der Preis für die eigene Freiheit ist, sind sie
sofort bereit diesen zu zahlen.

Als nächstes folgt das wohl bekannteste Lied der Band und der Namensgeber für das Album: „Als wir noch Kinder waren“. Hier schwelgen die vier Sachsen in den Erinnerungen ihrer Kindheit. Sie erzählen wie es früher war und was anders oder gar besser war. Eine Erinnerung an oder vielleicht auch Sehnsucht nach der Kindheit, und man erinnert sich automatisch auch an seine eigene Kindheit, ob man will oder nicht.

Weiter geht es mit „Meine Seele für ein Feuer“. „Die Depression möge vergehen, so dass alles von mir schwebt.“ – diese eine Textzeile sagt alles aus, worum es in diesem Song geht. Treffender kann man die Krankheit nicht beschreiben.

„Am Ende sehen wir das Licht“, so klingt eine wahre Liebesgeschichte mit allen Höhen und Tiefen. Wer hier ein ruhiges und sentimentales Lied erwartet, der liegt meilenweit daneben.

Bei „Wir bleiben eins“ stellt man sich die Frage links oder rechts, allein oder gemeinsam. Jeder weiß, wie es ist, wenn man nicht mehr weiß, was richtig und was falsch ist, aber man definitiv zusammen halten und nicht aufgeben will.

Der sechste Song heißt „Egoist“. Eigentlich spricht der Titel schon für sich, aber was ist eigentlich ein Egoist? Richtig, ein gemeines, selbstverliebtes Arschloch, was nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht ist. Fazit: Solche Menschen braucht keiner, weil auf die kann man sich sowieso nie verlassen. Wenn Dummheit wehtun würde, würde so manch einer den ganzen Tag schreiend durch die Gegend laufen.

„Wir müssen aufhören weniger zu trinken, wir brauchen viel mehr Alkohol…“ Ach nee, Mist, falsche Band und falscher Titel, aber hey mit „X Jahre“ kann man genauso gut abfeiern. Egal zu welchem Anlass, dieser Song passt immer. „X Jahre feiern wir, genau hier mit dir!“ Wenn man ganz genau auf den Text hört, könnte man vermuten, das dieses Lied direkt nach dem Stillstand der Band entstanden ist.

Und somit wären wir auch schon bei „Aufrecht gehen“. Dieser Song ist zwar etwas ruhiger als alles was wir vorher auf dem Album gehört haben, aber er enthält genauso eine wichtige Botschaft wie alle anderen Lieder. Es darum, dass Ehrlichkeit immer noch am längsten währt. Am Anfang kommt man vielleicht mit Lügen voran, aber jede Lüge fliegt irgendwann mal auf.

Die ersten Klänge von „Welt“ erklingen und ich denke mir: Hilfe, eine Ballade!, aber als bei 0:32 Schwung reinkommt, weiß man, dass der erste Eindruck täuscht. Mit diesem Song geht die Band auf die momentane Lage in der Welt ein. „Ja meine Welt, was ist denn los mit dir? Wird dir hier alles viel zu viel?“

Neid, Missgunst und üble Nachrede musste mit Sicherheit schon jede Deutschrockband ertragen, aber die Außensaiter bringen mit „Leckt uns am Arsch“ eine klasse Kampfansage an genau diese Leute. Kraftvoll und mit Schwung haben sie so einen tollen Abschluss vom Album geschafft.


Fazit:

Ein sehr gelungenes Album mit wahren Texten aus dem Leben. In jedem einzelnem Lied erkennt man sich irgendwo wieder, egal als ob Betrachter oder Besungener. Das ist das, was ich persönlich an dieser Band so mag: sie sagen das, was viele von uns denken und nehmen dabei kein Blatt vor den Mund.

Außensaiter überzeugen mit lebensnahen Texten, harten Bässen und klangvollen
Melodien.

„Der Osten rockt!“
TigerLilly
AGF- RADIO

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