Nullpunkt – Maritime Melodien
VÖ: 05.05.2017 via Rock Zone Records

Neues aus dem hohen Norden: Nullpunkt brachten dieses Jahr ihr Studioalbum Maritime Melodien heraus. Nach 5 Blickwinkel ist dies ihr zweites Album und sie bieten uns jede Menge Geschichten aus dem Leben im Norden, aber auch eine Menge Spaß.

Bandbesetzung:
Timmer – Schlagzeug
Christoph – Gitarre/Gesang
Daniel – Bass/Gesang
Sven – Gesang


Tracklist:

  1. Herzlich Willkommen
  2. Heimlich , still und leise
  3. Zeit für Sieger
  4. Hör genau hin
  5. Manege frei
  6. Glücklich oder nicht
  7. Kinder der Küste
  8. Apfelbaum
  9. Krankenschein
  10. Steh auf
  11. Meer
  12. Ahoi

Ohne Intro geht es direkt in den ersten Song, der „Herzlich Willkommen“ heißt. Der Name ist Programm, denn es ist ihre Art der Einleitung in das neue Album und auch gleichzeitig auch der Eintritt in ihre Welt. Willkommen am Nullpunkt!

Im zweiten Song „Heimlich, still und leise“ thematisieren sie etwas, was wohl in jedem normal denkenden Menschen hier vorgeht. Jeden Tag aus allen Medien, sei aus den Fernsehnachrichten oder aus der Tageszeitung, wird einem erzählt wie die Welt so tickt und was angeblich so passiert. Doch irgendwie kommt dann der Punkt, an dem man sich fragt ob es die Wahrheit ist oder ob man nicht doch nur nach Strich und Faden belogen wird.

„Zeit für Sieger“ ist ganz eindeutig ein Song für alle Kämpfer und alle diejenigen, die hart arbeiten. Er gelobt uns, durchzuhalten um irgendwann doch noch das Ziel zu erreichen.

Schnell und vor allem hart geht es bei „Hör genau hin“ zur Sache. Es ist zwar der kürzeste Song vom ganzen Album aber dafür lassen es die Musiker hier richtig krachen. Die Botschaft des Songs gerät hier etwas in den Hintergrund, man ist vielmehr auf die Musik konzentriert.

„Manege frei“ ist, wenn man richtig zuhört und die Metapher erkennt, eigentlich ein Einblick in unsere Gesellschaft. Am Beispiel eines Zirkus wird gezeigt wie die Schwachen malträtiert werden, nur damit es denjenigen, die es sich leisten können, gut geht.

Der nachfolgende Song soll uns ein wenig zum Nachdenken anregen. Man erinnert sich an all die Sachen, die früher so passiert sind. Über all diesen stehen die Wolken, die alles mal in den Schatten und mal ins Licht rücken. Danach stellt man sich irgendwann die Frage: „Ist man Glücklich oder nicht“?

„Kinder der Küste“ ihr Tribut an ihre Heimat. Sie erzählen uns von dem Leben dort im Norden, was sie lieben und mögen, aber vor allem dass sie nie von dort weg gehen wöllten.

Das nun folgende Stück ist eine Ballade, doch nicht irgendeine. Nein, dies ist eine Ballade der besonderen Art. Sie erzählt uns die Geschichte eines Lebens, mit vielen Weisheiten und Ratschlägen, die man sich selbst mal zu Herzen nehmen sollte. Im Zentrum dieser Geschichte steht ein „Apfelbaum“, er ist es mit dem das Ganze anfing und der alles, sowohl das Gute als auch das Traurige, miterlebt hat.

Song Nummer neun „Krankenschein“ ist ein Anwärter für den Partysong des Jahres. Ich zitiere einfach kurz den Refrain, um euch zu zeigen warum:

„Guten Tag Herr Onkel Doktor, ja es gibt da ein Problem,
ich hab seit Tagen nicht geschlafen, und die Folgen sind extrem.
Wär es möglich, dass sie mir ein wenig Urlaub attestieren?…“

Direkt mit einem kleinen Seitenhieb an die Broilers geht es weiter mit einem  Stück für alle Kämpfer. „Steh auf“ heißt der Titel und legt uns nahe, sich unserem Leben hinzugeben bzw. ihm einen Sinn zu geben.

Der vorletzte Song ist der meiner Meinung nach stärkste des ganzen Albums. An dieser Stelle kann ich erwähnen, dass dies der Song ist, warum ich dieses Review unbedingt schreiben wollte. Es gab mal vor einiger Zeit eine EP zu diesem Album auf der auch dieser Song enthalten war. Seit ich die Nummer damals das erste Mal gehört habe, brannte sie sich mir direkt ins Hirn ein und ließ mich nie mehr so richtig los. Die Botschaft ist einfach aber doch sehr mitreißend: Nehmt euch die Zeit, lasst alle Sorgen und Probleme bei Seite und lasst euch an der Hand nehmen um ans „Meer“ geführt zu werden.

Zum Schluss geht es nochmal ein wenig zur Sache. „Ahoi“ ist ein Song über all diejenigen, von denen man sich trennen musste, weil sie einem nur geschadet haben oder dich leiden sehen wollten.


Fazit:
Die Maritme Melodien ist ein Album, welches man vergleichen kann mit der See:
stark, manchmal aufbrausend und wild, doch manchmal auch ruhig und sanft. Aber auf jeden Fall ist sie schön und man ist froh, dass es sie gibt.
Dieses Album ist definitiv einzigartig und eine Bereicherung nicht nur für unsere Szene, sondern für uns alle!

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DorAlex