Mit ohne Strom- Klischee
VÖ: 15.09.2017 (Eigenregie)
HOMEPAGE  

Gegründet hat sich das Duo aus Schwetzingen im Nordwesten Baden- Württemberg, bestehend aus Thomas Winkler (Gesang/ Percussions) und Tobias Alt (Gesang/ Gitarre), bereits 2007.

Nachdem sie mittlerweile gute zehn Jahre mit ihrer Unplugged-Rock-Band auf den Bühnen der Region unterwegs sind, releasen sie jetzt ihr erstes eigenes Studioalbum Klischee.

Auf dem Album befinden sich 14 Titel (Intro, Zwischenstück, Outro, fünf eigene Songs, fünf Coversongs und ein Bonustrack), die mit Humor die verschiedensten Genres der Musik bedienen. Von Schlager über Punk, Pop und Rock bis zu Irish Folk besingen und parodieren die Jungs alles, was ihnen Spaß macht und das lediglich nur anhand ihres Gesangs, einer Gitarre und Percussions.

Zur Feier der ersten Plattenveröffentlichung tourt Mit ohne Strom bis zum Jahresende durch Süddeutschland, beginnend mit ihrer Releasepartyam 15.09.2017 im Scruffy Murphy’s Irish Pub in Schwetzingen- dort wo alles begann. Das Duo ergreift mit der neuen CD die Initiative, um aus dem einstigen Spaßprojekt, ernst zu machen und sich einer breiten Zuhörerschaft zu präsentieren.

Bekannt geworden sind die beiden Musiker durch Projekte wie das Benefiz-Festival Explizit gegen Krebs oder durch Tobi’s Mitwirken in anderen Bands (9mm Assi Rock, Ex-plizit).


Tracklist:

  1. Kofferradio (Intro)
  2. Strom (Toten Hosen Cover)
  3. Rebels without a Cause
  4. So here I am (feat. Alex Schartel)
  5. Drunken Lullabies (Flogging Molly Cover)
  6. You shook me all Night long (AC/DC Cover)
  7. Was? (Zwischenstück)
  8. Niemals
  9. Layla (Eric Clapton Cover)
  10. Whiskey and a Bottle o‘ Beer (feat. Maike Hoesch)
  11. Wieder versaut
  12. Beinhart
  13. Hero for a Day (Bonus Track)
  14. Herr Petersen (Outro)

Das Intro „Kofferradio“ gibt zu Beginn die Info, dass es endlich Zeit für die erste eigene Platte ist.

Mit „Strom“ folgt ein Coversong der Toten Hosen, für mich um Klassen besser wie das Original, liegt aber einfach auch an meiner persönlichen Abneigung der Düsseldorfer Band gegenüber. Dennoch ist der Songs wie gemacht für das Duo.

Mit dem rhythmisch sehr unterhaltsamen „Rebels without a Cause“ sowie dem ruhigerem „So here I am“ (feat. Alex Schartel) flattern uns die ersten beiden Eigenkompositionen um die Ohren. Beide Songs sind zwar auf englisch, aber dennoch wirklich schön anzuhören und schon hier zeigt sich, dass man nicht zwingend ein Schlagzeug oder der Bass für gute Songs benötigt.

„Drunken Lullabies“ im Original von der irisch- US- amerikanischen Folk Punk Rockband Flogging Molly aus Los Angeles sowie der AC/ DC Klassiker „You shook me all Night long“ folgen.

Mit dem Zwischenstück „Was“ wird die Halbzeit angekündigt, bevor sich dann mit „Niemals“ wieder ein eigenes Stück anschließt. Anfang September wurde hierzu auch ein MUSIKVIDEO veröffentlicht, welches nochmal hervorragend zeigt, mit wie wenig sich das Duo hier bedient. Inhaltlich werden hier einige Klischees angesprochen, die wir niemals bedienen wollen. (Welch passende Assoziation zum Albumtitel.)

Mit Song N°9 haben sich die Musiker ein Stück Musikgeschichte ausgesucht: „Layla“ vom Album Layla and other assorted Love Songs von Eric Clapton (Gitarrist & Sänger) und Jim Gordon (Schlagzeuger & Songwriter) von der britischen Rockband Derek and the Dominos aus dem Jahre 1970. Der Song wurde u.a. mit dem Grammy Award als Bester Rocksong ausgezeichnet. By the way: Eric Clapton ist der einzige Musiker, der dreifaches Mitglied der Rock and Roll Hall of Fame ist und gilt als 17-facher Grammygewinner als einer der bedeutendsten Gitarristen der Musikgeschichte.

Zwei Eigenkompositionen folgen: das englische Stück „Whiskey and a Bottle o‘ Beer“, welches mich rhythmisch ziemlich beeindruckt und mich gedanklich direkt nach Irland versetzt, sowie das deutsche „Wieder versaut“. Letzterer brilliert durch den Dialekt im Gesang und zeigt die Vielfalt der Stimmlage der beiden Sänger.

*Plopp*… bereits in der ersten Sekunde erkennt man, welcher Song folgt: das gern gecoverte „Beinhart“ der 1977 gegründeten Deutschrockband Torfrock.

Bevor das Album mit dem Schlusswort von „Herr Petersen“, den ich übrigens gerne mal kennen lernen würde, schließt, gibt es noch einen Bonustrack. „Hero for a Day“ ist ein Stück, das während eines Songwritercamps des Musikverlages „Enorm Music“ letztes Jahr entstanden ist und durch folgende Musiker geboren wurde:
– Franz Wüstenberg (The O’Reillys and the Paddyhats)
– Tobias Alt (9mm Assi Rock, Ex-plizit, Mit Ohne Strom)
– Marcel Mönnig (Crossplane, Onkel Tom Angelripper)
– Björn Paulsen (Singer/ Songwriter)


Fazit:
Der verrückte Charakter der Band, der irgendwo zwischen Wayne’s World, Tenacious D und dem Carma Sutra liegt, macht das Duo aus der Rhein- Neckar Region zu einer interessanten und einzigartigen Mischung. Akustik-Gitarre, Percussions und vielstimmiger Gesang vereinen sich und lassen an nichts fehlen.
Es ist faszinierend, mit wie wenig man so viel raus holen kann – gerne mehr davon!

Perli
AGF-RADIO