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Erstellt von Perli am 01.05.2018

Kernkraft - Zwei Punkt Null / VÖ: 21.04.2018 via recordJet


Mit Zwei Punkt Null präsentieren uns die Saarbrücker Jungs von Kernkraft ihr zweites Album. Die aktuelle Besetzung der Band, die es bereits seit 2013 gibt, besteht erst seit dem letzten Jahr. Denn wenn es bei dieser Combo eine Konstante gibt, dann ist das der Wandel. Sei es musikalisch oder eben in Bezug auf die Bandmitglieder. Anfangs befasste man sich noch mit dem covern der großen Helden des Classic Rock, mittlerweile ist ihr musikalisches Zuhause jedoch der Deutschrock mit starken Metal-Einflüssen.

Bandbesetzung:
Marco Hess – Bass
Hagen Hoffmann – Gesang
Thomas Rech – Lead- Gitarre
Markus Schmitt - Rhythmus- Gitarre
Michael Dobolik – Schlagzeug und Backing Vocals 


Tracklist:

  1. Wütend stolz und sonderbar
  2. Du hast die Kraft
  3. Wir sind stärker
  4. Gekotzte Zuversicht
  5. Lasst mich gehen
  6. In schlechten Zeiten
  7. Ich bin nicht ich
  8. Hi
  9. Ich sauf mich dumm
  10. Lass die Gedanken ruhen

Mit dem ersten Song geben uns die Musiker erstmal zu verstehen, womit wir es hier zu tun haben, nämlich mit „Kernkraft! Wütend stolz und sonderbar“. Und dieses Motto lassen sie uns auch mit ihren harten Rhythmen spüren.

„Du hast die Kraft“ welches mit einem motivierendem Zitat aus einem Rocky-Film beginnt, sagt uns, willst du kein Schwächling sein, dann habe den Mut dich auf deine Stärken zu besinnen.

Die beiden Songs „Wir sind stärker“ und „Gekotzte Zuversicht“ rechnen ordentlich mit Vorurteilen und von den Medien vorgefertigten und verteilten Ansichten ab.

Dass die Jungs auch ruhigere Töne anschlagen können, zeigt „Lasst mich gehen“. Wie der Titel schon erahnen lässt, handelt es sich hierbei um den Appell eines leidenden Menschen an seine Umgebung, ihn doch bitte gehen zu lassen.

Dass man mit den richtigen Freunden jede Hölle übersteht, sagt uns der 5. Song „In schlechten Zeiten“.

Mit einem Sin City Zitat beginnt „Ich bin nicht ich“, was ich persönlich sehr passend finde, da es hier um die dunkle Seite geht, welche jeder von uns in sich hat.

Wie die Jungs reagieren, wenn sie jemanden interessantes sehen, erklären sie uns passenderweise mit der Nummer „Hi“.

Was darf auf einem Album natürlich nicht fehlen? Genau, ein Song über Alkohl. Bei „Ich sauf mich dumm“ wird darauf eingegangen, wie sich zu hoher Konsum auswirkt.

Der letzte Song des Albums, „Lass die Gedanken ruhen“ ist wieder etwas sanfter, ein, wie ich finde, passender Abschluss für dieses Album.


Mein Fazit zu diesem Album? Ich finde es Klasse: eine gesunde Mischung aus harter Rockmusik und aussagekräftigen Texten. Aber genau diese Mischung macht es schwierig, die Musiker in nur eine bestimmte Richtung zuzuordnen. Was meines Erachtens nach aber auch gar nicht nötig ist. Warum soll man sich auch auf nur eine spezielle Sparte versteifen, wenn man doch mehrere Genres in seiner Musik unterbringen kann. Ich freue mich darauf, die Jungs mal live zu erleben.

Anna
AGF- RADIO

Termine:
12.05.2018 – Devils-Place Saarbrücken
10.-12.08.2018 – Wellesweiler Open Air