Erstellt von Perli am 16.08.2022

Krawall´o´Rock am 12. & 13.08.2022 in Büdesheim

Von einem Event in der Eifel geht es direkt zum Nächsten. Die Eifelkrawallos luden ein zu ihrem zweiten Krawall´o´Rock und bei dem, was da geboten wurde, machte auch ich mich auf den 4,5 stündigen Weg dorthin.

Eingetroffen war ich gegen 15:00 Uhr, drehte gleich erst einmal eine Runde über den Campingplatz um nach bekannten Gesichtern Ausschau zu halten. Von meinen Pappenheimern war um diese Uhrzeit allerdings noch keiner da, also suchte ich mir ein paar andere Truppenteile, um die ersten Kaltgetränke zu vernichten. Zum Glück wurde ich schnell fündig und so konnte dieses Festival für mich nun auch offiziell beginnen.

 

Um kurz vor 18:00 Uhr fand ich dann auch den Weg auf das Festivalgelände, denn wenig später sorgten Brennstoff für den ersten amtlichen Abriss des Abends. Ihnen folgte mit Just Priest eine Coverband der legendären Judas Priest, welche ebenfalls mit den altbekannten Hymnen für ordentlich Stimmung sorgte. Darauf wiederum folgte ein erstes meiner persönlichen Highlights dieser Veranstaltung: es ergab sich nach so vielen Jahren, dass ich tatsächlich das allererste Mal die Nitrogods auf der Bühne sehen durfte. Und was soll ich sagen?! Die Band hat mich absolut überzeugt und sobald sie wieder irgendwo auf einem Festival spielen bei dem auch ich anwesend bin, werde ich sie mir definitiv erneut anschauen.

Pünktlich um 22:00 Uhr folgte dann aber der eindeutige Höhepunkt des Abends: Mytellica betraten die Bühne und legten mit ihrer Metallica Tributeshow einen echt verdammt guten Auftritt hin. In den letzten Jahren hab ich schon einige Cover- bzw. Tributebands verschiedenster Couleur gesehen, aber diese Band gehört definitiv zum Besten, was ich bisher gesehen habe. Das Original durfte ich leider noch nicht auf der Bühne erleben, aber ich übertreibe wohl nicht, wenn ich sage, dass bei ihnen nicht viel fehlt zum Original.
Nach diesem genialen Brett war aber noch lange nicht Schicht im Schacht, auch wenn auf der Bühne Schluss war.
Bei Gedudel aus der Konserve plünderten ein paar Freunde und ich noch die Bar, was bis etwa 2:00 Uhr in der Nacht ging. Da kam dann doch mal der “Chef“ vorbei um uns darauf hinzuweisen, dass wir so langsam auch mal Schluss machen sollten. So verlagerte sich das Geschehen doch relativ schnell Richtung Zeltplatz, wo dieser Tag dann auch für mich irgendwann zu Ende ging.


Der Samstag nahm für mich den gewohnten Start an einem Festivaltag: leicht desorientiert aufgewacht, anschließend erst einmal mit leichtem Schwindel die Lage peilen wo schon was los ist und wieder mit genau dem weiter machen, mit dem ich in der Nacht zuvor aufgehört hatte. So dauerte es natürlich auch nicht lange, bis ich wieder auf Betriebstemperatur war und ich mit den anderen wieder nach vorne zum Festgelände ging. Dort begann um 13:00 Uhr das Programm mit dem Büdesheimer Musikverein, der extra für diese Veranstaltung ein besonderes Set gespielt hat. An dieser Stelle muss ich allerdings sagen, dass ich nicht geplant hatte um diese Uhrzeit schon wieder auf dem Gelände zu sein, aber wenn der Herdentrieb mal wieder zuschlägt, dann geht man halt mit. Auch muss ich zugeben, dass die Stimmung vorne für diese Uhrzeit bereits außerordentlich gut und die musikalische Unterhaltung gar nicht mal schlecht war. Das machte die Sache doch um einiges lustiger und der Spaß nahm sehr schnell seinen Lauf. Nach den Büdesheimern spielten die Bands Tempest, Ivory Tower und Warpath, die allesamt trotz der wieder mal vorherrschenden Hitze einen guten Job gemacht haben, um die Leute ordentlich bei Laune zu halten. An dieser Stelle möchte ich den Eifelkrawallos, die das ganze ja schließlich veranstaltet haben, ein Lob dafür aussprechen, dass sie zur Abkühlung doch tatsächlich einen Pool aufgestellt hatten. Die Gelegenheit lies ich mir natürlich nicht entgehen und so stürzte auch ich meinen Kadaver (oder Astralkörper – A.d.R.) in das kühle Nass. Ich kann euch sagen – das war sie reinste Wohltat.
Die Stunden verflogen bis zum Abend und es war an der Zeit, dass die erste Band aus „unseren Gefilden“ die Bühne betrat. Mit den Local Bastards hielt somit auch der Deutschrock seinen Einzug und die Leute dankten es ihnen mit jeder Menge geiler Stimmung sowie ordentlicher Pogoeinlage vor der Bühne. Im Anschluss folgte mit Crossplane eine etablierte Metalband, die keine Schwierigkeiten hatte, das Publikum bei Laune zu halten. So langsam füllte sich der Platz auch wieder mit mehr Leuten, die auch allesamt Feierlaune mit brachten. Hier nun kam auch die Band, auf die ich mich wirklich am Meisten an diesem Samstagabend freute: nach einer Ewigkeit konnte ich endlich wieder mit Motorjesus eine meiner absoluten Lieblingsbands auf der Bühne bewundern. Als wenn sie meine Gedanken hätten lesen können, spielten sie mit „Hellbreaker“, „Motor Discipline“ und „The Howling“ gleich drei meiner totalen Favoriten - besser hätte ich mir diesen Auftritt nicht vorstellen können.

Wo wir schon bei besser geht’s nicht sind: der Headliner dieses Festivals sollte es nicht anders machen. Mit Kärbholz holten die Eifelkrawallos nicht nur eine Band auf ihr Festival, die vom ganzen Ding her wie die Faust auf´s Auge passte, sonder auch wie keine zweite es versteht, jede Veranstaltung in einen Hexenkessel zu verwandeln. Die Kinder aus Hinterwald lieferten für mich persönlich an diesem Abend einen der besten Auftritte ab, den ich seit langem von ihnen gesehen hatte. Damit war dann auch ein wirklich krönender Abschluss für dieses Fest gelungen.

Nun ja ganz Schluss war allerdings noch nicht. Statt wie am Vortag die Bar zu plündern, verlagerte sich das Geschehen für mich und noch einige andere wieder auf den Campingplatz. Dort sollte es auch diesmal wieder bis in die frühen Morgenstunden ordentlich zur Sache gehen. Allerdings frag ich mich immer noch, wo der Schlingel ist, der doch tatsächlich Alkohol in meinen Pfeffi gemacht hat. Wegen dem konnte ich den Platz am folgenden Tag nämlich doch erst relativ spät verlassen.


Abschließend möchte ich ein großes Dankeschön für die Einladung und vor allem meinen ordentlichen Respekt an die Eifelkrawallos aussprechen.
Dafür dass es erst das zweite Krawall´o´Rock war, und obendrein das erste in dieser Größenordnung, war es echt eine sehr gelungene Sache. Sie haben am Samstag bereits bestätigt, dass es 2023 in die nächste Runde gehen wird. Bei dem was ich an diesem Wochenende alles erleben durfte, werde ich definitiv wieder am Start sein!

Alex
AGF- RADIO

 

Fazit Hergi: Schon wieder ein Festival um und was soll ich sagen?! Es war geil! Torben von Kärbholz beschrieb es während ihres Auftrittes passend: ein kleines familiäres Festival. Und dem kann ich nur zustimmen, obwohl ich selbst leider nur Samstag da war.

Eine gute Mischung an Bands, angefangen mit den
Local Bastards und Kärbholz - zwei sehr bekannte Bands aus der Szene - gepaart mit eher unbekannteren Metall Bands aus ganz Deutschland.
Ein riesen Lob an
Blackout Entertainment die bei Licht und Ton wieder mal einen super Job gemacht haben.
Ebenfalls ein großes Lob an die Veranstalter: die
Eifelkrawallos, die hier ein super Festival auf die Beine gestellt haben.

Wer nicht da war, hat meiner Meinung nach definitiv was verpasst, es war einfach genial! Und auch ich werde im nächsten Jahr definitiv wieder vor Ort sein!