Erstellt von Perli am 30.06.2018

AlpenFlair am 21.- 23.06.2018 in Natz-Schabs

Das große Familientreffen

Mittlerweile war dies nun mein sechstes AlpenFlair und ich muss an dieser Stelle echt sagen, dass es für mich eigentlich gar kein Festival mehr ist. Es ist, wie aus der Überschrift ersichtlich, und das  vermutlich nicht nur für mich, zu einem Familientreffen geworden. Jedes Jahr auf's Neue sieht man dort Gesichter, die man eben nur dieses eine mal im Jahr trifft und das lustige an der Sache ist, je öfter ich hin fahre, umso größer wird die Familie. Da kann es durchaus mal vor kommen, dass die Musik tatsächlich zur Hintergrundsache wird.

Angekommen in Südtirol waren meine Schwester Jenny und ich schon am Montag Nachmittag. Das lag daran, dass wir bereits vorher auf dem Nova Rock in Österreich waren und von dort aus direkt nach Natz weitergefahren sind. Allerdings hatte dies natürlich seine Spuren hinterlassen, so dass wir die paar Tage Zeit vor dem AlpenFlair erst einmal nutzen mussten und auch wollten, um uns etwas zu erholen. Glücklicherweise hatte einen guten Freund, der uns in seiner angemieteten Ferienwohnung Asyl gewährte, was uns die Gelegenheit gab, unsere Akkus neu aufzuladen.

Als es dann endlich offiziell los ging, taten wir natürlich auch das, was alle anderen machten: Auto ausladen, alles auf den Campingplatz bringen, Zelte aufbauen und natürlich das erste Bier an den Hals bringen. Genau in dieser Reihenfolge erledigte ich brav alles und so begann dann auch für mich das AlpenFlair 2018

Wie im Jahr davor begann das Festival schon am Mittwoch mit der Warm Up Party in Natz, welche ich mir natürlich nicht entgehen lies. Im Vorfeld fand bereits eine kleine inoffizielle Party mit Livemusik statt, denn King Kongs Deoroller spielten zusammen mit Stefan, dem Sänger von Wiens No.1, eine kleine Jamsession am Sportplatz. Es war zwar ein ziemlich anstrengender Marsch vom Campingplatz durch die pralle Sonne bis dort hin, aber er hat sich definitiv gelohnt. Die Show, die die Jungs dort abgezogen haben, war wirklich sehr legendär. Vor allem da sie auch noch den ein oder anderen Seitenhieb gegen ein paar andere „große“ Bands im Gepäck hatten, der für einige Extralacher sorgte. Das sollte es allerdings für die vier Jungs aus Heilbronn noch nicht gewesen sein, später zur offiziellen Warm Up Party spielten sie ein weiteres mal vor einer der vielen umliegenden Pensionen in dem kleinen Örtchen Natz. Zwar nicht ganz so lange wie auf dem Sportplatz aber dafür stand dieser Auftritt seinem Vorgänger in Nichts nach.  An diesem Mittwoch Abend feierte ich mit einigen Bekannten bis tief in die Nacht. 

Der nächste Morgen startete ganz typisch wie auf jedem anderen Festival auch: wach werden und direkt das erste Bier trinken. Es gibt für mich nichts Schlimmeres als den Moment, wenn ich frühs das erste Bier trinke, denn das schmeckt absolut gar nicht. Erst wenn dieses anfängliche Ekelgefühl weg ist, läuft wieder alles seinen gewohnten Gang. Dieser Donnerstag stand aber bei mir eher im Zeichen der Gemütlichkeit, ich hatte mir zwar vorgenommen einige Bands anzusehen, aber zum einen Teil dem Wetter, zum anderen meiner Faulheit geschuldet, kam ich den ganzen Tag nicht wirklich aus dem Knick und blieb bei meinen Leuten im Camp. Jedoch für eine Band an diesem Tag war es für jeden (wo bitte war Perli???) Pflicht auf das Gelände zu gehen. Pünktlich kurz vor Beginn standen wir bei Volbeat auf dem Gelände um die, meiner Meinung nach, größte Band zu sehen, die jemals auf diesem Event anwesend war. Und um es mit einem Wort zu sagen, es war bombastisch. Sie sind einfach eine der besten Livebands dieses Planeten und stellten das an diesem Abend auch mal wieder eindeutig zur Schau. Alles hat in diesen etwas mehr als anderthalb Stunden gepasst. Naja fast alles, denn irgendwie wollte das Publikum an diesem Abend nicht so richtig dazu passen. Es war, wie ich fand, eine fast schon verhaltene, viel zu ruhige Stimmung, die so gar nicht zu diesem Feuerwerk auf der Bühne passen wollte. Das sollte mich und meine Freunde an dieser Stelle jedoch nicht weiter stören und wir ließen es in der Zeit so richtig krachen, wir hatten ja schließlich quasi den ganzen Tag nachzuholen. Danach passierte für uns allerdings nichts mehr, sodass es wieder zurück Richtung Campingplatz ging, wo wir dieses geile Konzert noch einmal auf uns wirken ließen und auch noch bis in die frühen Morgenstunden feierten. Das sollte sich, speziell für mich, jedoch noch rächen. …

Am Freitag Vormittag war nämlich ein großes Treffen des FWSC Baden-Württemberg mit anschließendem  Pizza essen angesetzt. Ich war zwar anwesend, aber eher mehr körperlich als geistig. Ich hatte auch fast den ganzen restlichen Tag noch einen richtig üblen Durchhänger, der sich auch erst in den Abendstunden langsam wieder legte. Während dieser Zeit saß ich eigentlich nur in meinem Campingstuhl und entspannte ganz einfach vor mich hin, bevor ich irgendwann dann doch meine Motivation und meine Kraft wieder fand. Genau zu dem Zeitpunkt als einige meiner Leute auf dem Weg vor zur Bühne waren, um sich den Act an zu sehen, der vermutlich für mehr Zwiespältigkeit gesorgt hat als jeder andere. Ich wollte mir das Spektakel nicht entgehen lassen und so stand ich dann auch auf einmal bei Mia Julia ohne es geplant zu haben sogar in der zweiten Reihe. Leider muss ich an dieser Stelle gestehen, dass das, was ich dort zu sehen bekam schon irgendwie lustig war, vor allem wenn ich mich so an den Wahnsinn erinnere, der im Publikum hinter uns abgegangen ist. Es hat sich schlussendlich doch gelohnt, mir das Ganze anzutun, auch wenn ich im Nachhinein sagen muss, dass die Mia für meinen Geschmack noch ein bisschen zu viel Kleidung am Körper trug. Aber das ist ja nur meine persönliche Ansicht. wink Nach dem Auftritt wanderte ich wieder zurück zum Zeltplatz, um noch ein wenig zu entspannen, denn wie schon am Tag zuvor war es auch am Freitrag Pflicht, zum Headliner wieder vorne anwesend zu sein. Ganz zum Anfang schafften wir es leider doch nicht, aber mit dem ersten Song von Eisbrecher standen wir dann doch an unserer Stammposition, die wir hier immer inne haben. So konnte ich dann auch mein zweites großes Highlight dieses Festivals genießen. Die Band hatte zwar meines Erachtens nach etwas wenig Spielzeit, aber das hielt sie nicht davon ab eine echte Hammershow auf die Bühne zu bringen. Sie sind eben immer noch eine der besten deutschsprachigen Bands, die es gibt, und wenn sie ihren Weg so weitergehen wird sich daran auch nichts ändern. Deswegen empfehle ich jedem, der die Möglichkeit bekommt, die Band live zu sehen, dies auch wahr zu nehmen, ihr werdet definitiv nicht enttäuscht sein. Die vorherige Nacht forderte ziemlich zeitig ihren Tribut und ich ging an diesem Abend verhältnismäßig früh schlafen.

Der letzte Tag sollte für mich nochmal relativ normal ablaufen, ich war wieder halbwegs fit, das Bier lief ganz gut und ich war vermehrt vor der Bühne anzutreffen. Los ging der Samstag schon um 13.00 Uhr an der Nebenbühne mit der ersten Band Sündflut. Hier gab es gleich mal eine Premiere, denn die Musiker spielten bereits ein paar Songs von ihrem kommenden Album Teufel, Engel und Dämonen. Der Auftritt ansich zusammen mit den neuen Songs war richtig klasse und stellte so manche Band die bereits vorher mal auf dieser Bühne gespielt hat, meiner Meinung nach, in den Schatten. Direkt im Anschluss folgten Wiens No.1,  die gleich zu Beginn für etwas Verwirrung sorgten. Sie spielten ihren Song „Fünf Jungs aus Wien“, auf der Bühne konnte ich aber auch nach mehrmaligem Durchzählen nur vier Musiker entdecken. Was da “schief“ gelaufen ist, weiß ich nicht, die Tatsache schadetet ihrem Auftritt jedoch nicht im Geringsten und sie lieferten eine echt geile Show ab. Im Anschluss gab es für mich erstmal wieder eine etwas längere Pause, die dadurch beendet wurde, dass mich ein paar meiner Leute mit zum Public Viewing schleiften. Eigentlich hatte ich nicht vor, mir das Spektakel anzusehen, aber dieser verdammte, blöde Gruppenzwang kann doch hin und wieder ziemlich stark sein. Aber es war es wirklich Wert, diesen Krimi von einem Fußballspiel (Deutschland - Schweden) auf der großen Leinwand der Nebenbühne mit all diesen verrückten Fußballfans anzusehen. 
Die Hochstimmung danach machte schon Vorfreude auf den Hauptact des Samstagabends. Nach dem Weg ins Infield und einer kurzer Umbaupause auf der Bühne betrat dann auch endlich die Band, welche das Festival erst so weit voran getrieben hat, die Bühne: Frei.Wild waren am Zug und zimmerten uns gleich mit Vollgas ihre Songs entgegen. Nach kurzer Zeit fiel aber auf, dass irgendetwas nicht stimmte. Die Band gab sich zwar alle Mühe aber der Sound zum Anfang war unter aller Sau, teilweise gab es massive Aussetzer und alles klang irgendwie dumpf. Erst nach etwa vier oder fünf Liedern stabilisierte sich das Ganze und die Musiker hatten ihre gewohnte Klangqualität zurück. Jedoch während den letzten drei Nummern sollte sich dies wieder ändern, leider ins Negative. Wenn das nicht gewesen wäre, hätte es einer der besten Auftritte werden können, die ich von Frei.Wild je gesehen habe. Aber so muss ich leider sagen, war es zwar nicht schlecht, aber als  wirklich gut kann man es auch nicht beschreiben. Im nächsten Jahr muss dringend daran gearbeitet werden! Nach dem Auftritt der vier Südtiroler gab es noch ein sehr eindrucksvolles Feuerwerk, welches den Schlusspunkt für dieses grandiose Festival setzen sollte. 

Anschließend ging es für alle mehr oder weniger zeitig schon wieder Richtung Zelt, wir alle hatten ein tolles Festival in den Knochen und einige mussten am nächsten Tag wieder fahren. Daher war an diesem letzten Abend ziemlich schnell Ruhe und das AlpenFlair 2018 zu diesem Zeitpunkt beendet.

Zu guter Letzt gilt mein Dank an dieser Stelle den Veranstaltern und Helfern, die dieses einzigartige Event am Leben halten und es von Jahr zu Jahr geiler machen. Zum sechsten Mal in Folge bin ich nun in Südtirol gewesen und es ist noch lang kein Ende in Sicht. Macht weiter so! Dieses Festival muss und wird für die Ewigkeit bestehen!

Dor Alex


Für mich ging es am Mittwoch Morgen kurz nach 08.00 Uhr los, nachdem meine Mitfahrerin Bianca eingetroffen war und wir alles umgeladen hatten. Nach einem kurzen Halt beim Bäcker, um uns für die Fahrt nach Natz- Schabs zu stärken, ging es bei bestem Wetter los Richtung Südtirol. Vignette und Videomaut schnell gelöst und weiter ging die Fahrt zunächst pausenlos bis Innsbruck- Kranebitten, wo wir einen kurzen Tankstop einlegen mussten, um dann aber weiter Vollgas über die Autobahn zu pesen. Vollgas? Nein, nicht in Österreich :-D
Endlich in Natz angekommen, haben wir auch gleich die Ferienwohnung in Beschlag genommen, wo Dunja, Perli und Nicole bereits seit Montag auf uns warteten. Schnell das erste Bier aufgemacht um dann die Aussicht und das Wetter in vollen Zügen zu genießen.
Mittwochabend ging es direkt geschlossen zur Warm-Up Party im Ort, in der Zwischenzeit gesellte sich auch Saubaazi zu uns. Die Bad Jokers auf der kleinen Bühne in der Ortsmitte sorgten für gute Stimmung und alle waren in Feierlaune: alte Bekannte wieder getroffen, sich kurz begrüßt und weiter getrunken. 

Der Donnerstag begann zeitig und erstmal mit einem guten Frühstück. Wir haben den Vormittag zusammen verbracht, viel gelacht und endlos Spaß gehabt. Am Nachmittag ging es dann endlich auf das ehemalige Natogelände, wo wir nach Ankunft erst einmal unsere Bändchen abgeholt haben.
Da wir etwas spät dran waren, kamen wir erst zu Alles mit Stil an der Flair Stage an. Was soll man sagen: eine geniale Band. Ich hatte vorher noch nichts von den Jungs gehört, aber der Sound gefiel mir auf Anhieb und auch das Publikum war begeistert. Als der Strom kurzzeitig ausfiel, verteilten die Musiker ihr aktuelles Album Chaos einfach mal so kostenlos an alle Leute vor der Bühne, sie wussten diese Zwangspause halt  zu nutzen. Ich bin absolut begeistert von der Band und bin gespannt was da Neues kommen wird.
Weiter ging es dann auf der Alpen Stage mit alten Bekannten: King Kongs Deoroller wurden von Tea und Martin angesagt- bereit für die Party. Der Platz vor der Bühne füllte sich kontinuierlich und die Fans feierten ausgelassen. Danach gab es erstmal eine Trinkpause, muss ja auch mal sein bei dem Wetter. Die Edelseer habe ich nur am Rande mitbekommen, daher kann ich dazu nicht viel sagen. Für mich ging es mit der Goitzschen Front weiter: der Osten rockt Südtirol. Super Auftritt bei dem die Band und das Publikum sichtlich Spaß hatten. Als so langsam der letzte Ton erklang, ging es für uns Richtung Merchmeile und dann erstmal was essen. 
Pünktlich zu Volbeat war der Platz wieder sehr gut gefüllt. Die ersten Töne erklangen und das Publikum legte erneut los, während die Band viele bekannte Songs zum Besten gab. Dieses Mal lies ich die Aftershow ausfallen und für mich war der Donnerstag fertig. 

Am Freitag ging es gemütlich los, um 16.00 Uhr wurde zu BRDigung getanzt und gefeiert, und wie immer musste zwischendurch der Durst gestillt werden, während im Hintergrund mittlerweile Kissin Dynamite und Powerkryner liefen. Zwischendurch wurde, man glaubt es kaum, gebastelt. Die Mädels wollten für Mia Julia unbedingt ein Plakat malen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten ging auch alles glatt über die Bühne, hier noch ein Tesastreifen, da noch ein Stück Pizzakarton zur Stabilisation und fertig war das Schild mit der Aufschrift „Suchen einen Mann der mit seiner Zunge Karate kann“. Auf dem Weg zurück zum Gelände mussten allerdings bereits die ersten Reparaturen am Schild ausgeführt werden und dabei kam es, dem Wind geschuldet, zu einer kleinen Panne und Bianca hatte einen kleinen Nasencut. *autsch*
„Mallorca da bin ich daheim“ kennen alle und ja, tatsächlich stand Mia Julia beim AlpenFlair auf der Bühne. Ich muss sagen, was für eine Powerfrau. Das Gelände war voll, das Publikum fühlte sich wie auf Mallorca und ab ging die Malleparty. Mit der Musikkapelle Schabs gönnte man uns anschließend eine kurze Verschnaufpause, bevor die beiden letzten Bands des Abends folgten: Ben Zucker u.a. mit seinen Hits  „Was für eine geile Zeit“ und „Na und ?!“ sowie Eisbrecher stürmten nochmal die Bühne und lieferten beide eine Hammer Show ab.

Der Samstag wurde für mich mit Wiens No. 1 eingeläutet, der Vorplatz war super gefüllt, es wurde gefeiert und getanzt. 
Auf der Alpen Stage eröffnen Rockwasser den letzten Festivaltag und spielten eine Mischung aus älteren Klassikern und neuen Songs vom aktuellen Album. Dem Publikum hat's gefallen, die Menge feierte mit und es wurde viel Bier vernichtet. Den krönenden Abschluss machten natürlich Frei.Wild inklusive eines atemberaubenden Feuerwerks

Am Sonntag Morgen sehr früh gegen 04.15 Uhr ging es für uns dann bereits zurück, erschöpft aber glücklich trudelten wir im Laufe des Tages alle nach und nach zu Hause ein.
Vielen Dank an Dunja für alles, an Perli und Nicole für Speis und Trank und an Bianca für's mit fahren, alleine ist immer so doof. 
Danke an das AlpenFlair Team: ihr habt wieder alles richtig gemacht dieses Jahr. 
Viele Grüße an Tiz, Gunnar, Jogi, Tine, Christian, Andy und Alex, Fred, Arti und alle die ich jetzt vergessen habe. Wir sehen uns nächstes Jahr wieder! 

Michel 


Für Nicole und mich ging die Reise bereits am Sonntag Abend (natürlich erst nach dem Fußballspiel) um 22.30 Uhr los und ich muss unbedingt erwähnen, dass Nicole tatsächlich mal mega pünktlich war und wir uns ohne Umwege direkt Richtung Erkrath machen konnten. Wir mussten diesen kleinen Umweg machen, um Dunja noch einzusammeln, damit wir zunächst komplett waren. Gegen halb eins in der Nacht zu Montag machten wir uns als geballtes Frauenpower Trio also nun auf den Weg nach Südtirol. AlpenFlair- URLAUB! 
Vor uns lag eine ca. 8,5 stündige Autofahrt quer durch Bayern, Österreich bis nach Italien- ja ich weiß: Südtirol ist NICHT Italien, offiziell aber eben doch. :-) Die Anreise gestaltete sich komplikationslos, ohne Stau oder sonstige erwähnenswerte Zwischenfälle, so dass wir gegen 9.00 Uhr Montag Morgen in Brixen ankamen. 

Da es für den Einzug in unsere Ferienwohnung noch zu früh war, besuchten wir zunächst die Konditorei Heiss (https://www.konditorei-heiss.it/), die mittlerweile durch Thomas, Bruder von Unantastbar Gitarrist Christian, in zweiter Generation geführt wird. Ein kurzes Frühstück aus weißer Schokolade, Brötchen, Wasser und Wein sollte uns für den anstehenden Großeinkauf stärken. Wer jemals nach Brixen kommt, sollte diese Konditorei auf jeden Fall besuchen, ich bin immer noch hellauf begeistert! 
Nach dem ersten Einkauf machten wir uns auf den Weg nach Natz zum Goldenen Apfel (https://www.goldenerapfel.com/), wo wir unsere Residenz für die nächsten sechs Tage bezogen. Ausladen, schleppen, einräumen, staunen, lachen, mal ein Schlückchen Alkohol und etwas innehalten bevor wir uns wieder auf den Weg nach Brixen machten. Was ich natürlich unbedingt sehen wollte, war der Rookies & Kings Store (https://www.rookiesandkings-shop.de/): schönes Ambiente, wo man immer unzählige Fans und Freunde, aber auch Inhaber Martino und diverse Bandmitglieder trifft und sogar das ein und andere Bier trinken kann. Nach einigen Gesprächen und zwei/ drei Bierchen haben wir uns zur zweiten Einkaufsrunde aufgemacht und dann zurück zur Ferienwohnung, wo wir den Montag entspannt haben ausklingen lassen. Zu unserer Überraschung stand abends plötzlich unser Alex auf dem Nachbarbalkon, mit dem ich noch das ein und andere Kaltgetränk genossen habe.

Die frühen Sonnenstrahlen trieben uns am Dienstag Morgen zeitig aus den Betten und nach einem gesunden und reichhaltigen Frühstück, planten wir unseren Tag. Während Dunja und Nicole an den Pragser Wildsee fuhren, genoss ich die Stille und hab den Tag ganz für mich genutzt, den Wolken in ihrer Form und Bewegung zu zu gucken gibt einem ein wahrlich friedvolles Gefühl. Am Abend sind wir zusammen in der Pizzeria essen gegangen und haben auch den Dienstag zusammen mit Katha und Mario mit einem Sprechverbot Spielchen gemütlich ausklingen lassen. laugh

Ich bin ja tatsächlich davon ausgegangen, dass das AlpenFlair Freitag und Samstag ist... aber: falsch gedacht! Das Festival, welches offiziell von Donnerstag bis Samstag geht, beginnt bereits am frühen Mittwoch Abend mit einer Warm-up Party in Natz. Es war auch der Tag, an dem Michel, Bianca und Saubaazi dazu kamen, auf die wir natürlich seit früh morgens sehnlichst warteten.

Ein ganzer Ort steht Kopf... NEIN, ein ganzer Ort steht zusammen!

Spätestens jetzt zieht es alle in den Bann! Hier hilft und feiert wirklich JEDER mit! Angefangen vom Baby im Kinderwagen (natürlich mit Gehörschutz etc.) bis hin zu Oma und Opa, da kommen die Kids und kaufen sich vom Taschengeld 'ne Tüte Chips, die Nachbarsfrauen gehen auf ein Glas Wein vor die Tür und die Männer treffen sich an der Biertheke. Ich war sofort verliebt und das nicht nur wegen der unglaublich schönen Kulisse, an der ich ja bereits auf der Hinreise viele hab teilhaben lassen.  Jede der umliegenden Ferienwohnungen oder Gaststätten haben Bierzeltgarnituren und Zapftheken aufgebaut, von überall her dröhnt laut Musik aus den Boxen: Onkelz, Frei.Wild, Schlager, Volksmusik... man muss dies einfach mal miterlebt haben, denn diese Atmosphäre  kann man mit Worten nicht gebührend beschreiben. In der Ortsmitte war eine kleine Bühne aufgebaut, auf der u.a. die Bad Jokers für Live Musik sorgten. Ich mag ja diesen österreichischen/ südtiroler Akzent in der Stimme. 

Beeindruckend und imposant

Als wäre dieses Zusammenspiel und die durchweg friedliche Stimmung auf dieser perfekt organisierten Warm- Up nicht schon der Knaller, so hat es mich Donnerstag in aller Früh gleich erneut umgehauen. Als ich zwischen 6.00 – 7.00 Uhr am Morgen auf unserem Balkon die ersten Sonnenstrahlen genossen habe, konnte ich meinen Augen kaum trauen! Um uns herum war bereits ALLES sauber und aufgeräumt! Das gibt’s doch gar nicht... dachte ich... wieder falsch gedacht! Unglaublich was hier abging! 

Leider haben wir am Donnerstag auf der Flair Stage unsere Supportband Grenzen|los verpasst, obwohl ich Martin extra gebeten hatte, 30 Minuten später anzufangen. cheeky Leider hat es mit unserem Treffen nicht geklappt, aber ich muss der Band an dieser Stelle mal meinen Respekt aussprechen! Sie haben es sich nicht nehmen lassen, bei ihren Leuten zu campen! Das ist Rock'n Roll. Ich bin gespannt, was und wann wir das Video sehen können, welches die Band den Freitag vor Ort gedreht hat. 
Nach Stepfather Fred waren Alles mit Stil an der Reihe! Die Musiker aus Lienz in Osttirol sind neu im Rookies & Kings Stall und haben sich dem Genre Rapcore zugewandt, welches sie mit zwei Sängern auch perfekt umsetzen können. Die Band, die sich 2014 gegründet hat, vermischt mehrere Stile in Ihrer Musik, Hauptaugenmerk liegt aber auf der Verbindung von Hip Hop Rap, Metal und Rock. Ihre Debütsingle Nie Mehr (Vö: 27.05.16) schaffte auf Anhieb den Sprung in die österreichischen Singlecharts. Im Frühjahr 2016 haben sie die Aufnahmen zu ihrem Debütalbum Chaos beendet, welches jetzt unter Rookies nochmal rereleast wird. Einen kurzfristigen Stromausfall haben die Jungs gekonnt genutzt, um jedem vor der Bühne ihre aktuelle CD in die Hand zu drücken! 

Geile Nummer,  Mega Band, Hammer Gesang! 

Um 16.00 Uhr machten wir uns auf zur Alpen Stage, wo wir zusammen mit King Kongs Deoroller u.a  Klaus Hipp für große Brüste dankten und Alete für die kleinen Brüste verfluchten (nichts für ungut laugh ). Anschließend kamen wir dank der Pretty Belinda in den Genuss, eine ordentliche Runde zu Ficken (wir reden hier natürlich von dem Partyschnapps^^), während die Edlseer mit ihrer Volksmusik für super Abwechslung sorgten. Die Goitzsche Front brachte trotz fürchterlichem Regenschauer, auch wenn es Natz angeblich ja nie regnet, mit einer klasse Bühnenpräsenz und Performance die Berge zum rocken und auch Die Jungen Zillertaler aus Strass (im Zillertal) machten die Kombination aus Rock und volkstümlicher Musik  perfekt. Die amerikanische Progressive-Metal-Band Baroness, die 2003 in Savannah (Georgia) gegründet hat, folgte bevor dann mit Volbeat der Headliner die Bühne betrat. Die Musikgröße aus der dänischen Hauptstadt Kopenhagen muss glaube ich jeder mal gesehen haben, vor allem, wenn sie einem so präsentiert wird. Allerdings war für mich Schicht im Schacht und ich habe mich in die FeWo zurück gezogen. 

Der Freitag begann für uns erst am Nachmittag, Tiroler Wind (kurz Tiwi) mit volkstümlichem Schlager, die Südtiroler Metalcore Band Stunde Null sowie die Popmusiker von Juno 17, die 2016 das Titellied zur aktuellen Promi Big Brother Staffel sangen, mussten die  Flair Stage ohne uns rocken. An diesem Tag bekamen wir erneut Zuwachs und unsere Gruppe erweiterte sich um einen weiteren VIP Gast, dessen Name nicht genannt werden darf. blush
Um 16.00 Uhr gingen Michel und ich zum ersten Pflichttermin an diesem Tag: BRDigung, eine meiner Favoriten! ... allerdings: definitiv falsche Spielzeit Herr Veranstalter! Die Jungs aus Kempen in NRW hätten einen späteren Slot verdient, aber nichts desto trotz war das Infield gut gefüllt und die Besucher kamen in den Genuss etlicher Kracher, u.a.  „Sommerlied“ zusammen mit Festivalmoderatorin Thea - Julez Ansage dazu: „... sie wird nicht nackt sein, aber ich später vielleicht...“, sowie „Hände hoch“ vom aktuellen Album Zeitzünder. Wahnsinn, wie die Zuschauer hier mitgemacht haben und wirklich ALLE die Hände hoch gerissen haben. Kissin Dynamite und Powerkryner konnten wir nicht ansehen, da wir in Windeseile zurück zur Ferienwohnungs sind, wo ein Spezialauftrag wartete! Dank der lieben Saby konnten wir unseren Plan, ein Plakat für Mia Julia zu malen, umsetzen! Im Affenzahn ging es dann auch ratz fatz wieder zurück zum ehemaligen Natogelände, um pünktlich um 20.00 Uhr in der ersten Reihe zu stehen!

M – I – A feiern ohne Ende! 

„Verdammt ich suche doch nur einen Mann, der mit seiner Zunge auch Karate kann“ war ab jetzt das Motto des Festivals! Deutschrock und Schlager funktioniert einfach und Mia brachte mit ihrer Malleparty jeden in die richtige Stimmung und ließ keinen der Besucher verstummen. Ich kann euch sagen, dass diese Powerfrau in real noch viel kleiner und zierlicher ist, wie die meisten sie aus dem TV kennen. Und was aus dieser Kanone raus kommt, ist einfach der Knaller! Die Musikkapelle Schabs im Anschluss ist an mir vorbei gegangen, denn meine volle Konzentration lag danach wieder auf Ben Zucker. Dieser Ausnahmemusiker aus Ueckermünde (Mecklenburg-Vorpommern) mit dieser einzigartigen und unverwechselbaren Stimme zaubert einfach jedem Gänsehaut auf den Körper! Den nachfolgenden Headliner des Abends- Eisbrecher fanden Nicole und ich jetzt nicht ganz überzeugend, so dass für uns der Freitag auch gelaufen war. Laufen ist übrigens ein gutes Stichwort- Kondition und gutes Schuhwerk sind beim Alpenflair Voraussetzung! 

Samstag: Endlich schafften wir es, unseren Supportbands die Ehre zu erweisen und pünktlich um 13.00 Uhr an der Flair Stage zu sein. Als erstes spielten Sündflut aus Metzingen nahe Reutlingen (Großraum Stuttgart) auf. Mit im Gepäck natürlich den ein und anderen Song vom kommenden Album Teufel, Engel und Dämonen (VÖ: 13.07.2018).  Frontfrau Stephie überzeugte mit einer wahnsinnigen und kraftvollen Stimme, ihre Präsenz schien ansonsten aber eher etwas schüchtern und zurückhaltend- absolut unbegründet! Unser Alex brachte mit Schlagzeuger Alex noch schnell ein Spezial unter Dach und Fach und dann waren auch schon Wiens No.1 am Zuge. Ich mag Stefan und seine Band samt Musik sehr gerne, doch suche ich immer noch verzweifelt nach dem fünften Mann. wink
Um 15.00 Uhr mussten wir zu Rockwasser selbstverständlich in den ersten Reihen stehen, da gab es kein drumherum kommen, so dass wir den Auftritt der gepflegt und arroganten Männer aus Wien nicht bis zum Ende ansehen konnten. 
Die vier Musiker aus Legden- Asbeck im westlichen Münsterland eröffneten also die Alpen Stage und das mit einer Mischung aus älteren und aktuellen Songs. Jeder, der sich diesen Auftritt nicht angesehen hat, hat mächtig was verpasst! Selbst Marco von Grenzen|los findet die Band live überragend und dem kann ich nichts entgegen setzen. Wir haben jedenfalls kräftig abgefeiert – auf die Freundschaft, auf das Leben, auf das AlpenFlair und auf Rockwasser! Der FC Rock und Wasser hat jetzt mindestens drei Mitglieder mehr! 
Der Musiker Jason aus Sarnthein in Trentino- Südtirol sorgte anschließend wieder für stilistische Abwechslung und mit ihm war für mich mein erstes AlpenFlair auch beendet. Die Neue Deutsche Härte Band Ost + Front aus Berlin, die Volksmusiker der Kastelruther Spatzen sowie die US-amerikanische Southern-Rock-Band  Black Stone Cherry folgten allerdings noch. Ich war jedoch so dermaßen kaputt, dass ich die Strapazen des unendlich kilometerlangen Fußmarsches nicht auf mich nehmen wollte, um mir um 22.30 Uhr den Headliner Frei.Wild mit anschließenden Feuerwerk anzugucken. 

Zu erwähnen ist noch die Aftershow in der Alpenhöhle, Donnerstag mit  Evil Jared, Freitag mit Olaf Henning und alle Tage DJ Ivan Fillini, der wir aber alle nicht beigewohnt haben. 

Ein mega Respekt geht an alle Helfer (gefühlt ganz Südtirol), wirklich alle haben hier das Alpen Flair in sich und nach außen getragen: jeder Supermarkt Mitarbeiter, jeder Gaststättenbetreiber, wirklich ALLE, überall hingen Mülltüten und jeder Bauer hatte seine Wiese gemäht!
Ich finde noch immer nicht die passenden Worte, um all meine Impressionen treffend zu beschreiben! Vielen Dank, dass ich dabei sein durfte- ab jetzt jedes Jahr! 

Danke für viele interessante und produktive Gespräche, Verhandlungen und Ideen. Kooperationen wurden durch unsere Präsenz gestärkt und ausgebaut, ich freue mich auf alles, was die Zukunft auch uns als AGF- RADIO bringt und grüße ganz herzlich 
- Kasimir und seine Sternspritzer- wir glauben ja immer noch, dass es Guschtel gar nicht wirklich gibt
- Anja und Daniel, Roy und Ray, Tiz, Daddy und Susann- danke für die gute Nachbarschaft
- Mia Julia – danke für das Foto, dein Haar und das Autogramm auf der Brust- ja, da passt deine locker fünfmal rein ????
- Martin Kesici – danke für die Fotos
- und natürlich mein Team: Dunja, Nicole, Michel, Alex, Saubaazi, Vargh, Bianca und T!mo

Oh Baby komm mal her zu mir, es ist mir egal, ob du dein Herz verlierst...! 
Perli 
AGF- RADIO