Erstellt von Perli am 02.04.2025

Eizbrand - Nicht irgendwo auf der Welt Tour am 28.03.2025 im Privatclub in Berlin

Nach all den Jahren und den Doppelheadliner Touren mit Grenzen|los und Willkuer wurde es jetzt endlich Zeit für die erste eigene Solo Headliner Tour. So luden dann Eizbrand zu ihrer Nicht irgendwo auf der Welt Tour mit insgesamt acht Shows ein.

Begleitet wurden und werden die Jungs aus dem Ruhrpott von verschiedenen Bands, die nach und nach bekannt gegeben wurden. Alle acht Konzerte – also Mainsupport – sind Leipzig aus Frankfurt. In Köln und Leipzig waren zusätzlich WBR mit am Start, in  Weiher spielten 33*RPM den Opener, in Bamberg den zweiten Slot, in Berlin heizten Unbelehrt ein und in Hamburg am kommenden Wochenende zum Tourfinale haben Alarm die Ehre.
Bereits sieben Wochen zuvor waren einige Shows nah am Sold out, Köln war bereits im Januar ausverkauft und der Berliner Freitag zuletzt ebenfalls.

Auf der Tour ist und war alles dabei: von Gänsehautmomenten über große Gefühle bis hin zu Konfettiregen aber leider auch Konfettiverbot – das allerdings hat der Stimmung nirgends einen Abbruch getan!


Zum Auftakt am 07. März war unser Kasi vor Ort und hatte am Ende nicht nur Konfetti in seinem Bier. Er beschreibt den ersten Konzertabend als sensationell. In der ausverkauften Groove Bar in Köln war die Stimmung von Anfang an auf einem hohen Level.
WBR aus dem Kreis Olpe machten den Anfang und heizten direkt richtig ein und Leidbild bewiesen hier, warum sie Mainsupport sind. Die Jungs aus Frankfurt ließen nicht nur die Stimmung weiter ansteigen, sondern brachten mit einer Fanpolonaise auch die Menge in Bewegung.
Eizbrand sorgten natürlich für Konfetti Dauerbeschuss und pure Eskalation, so dass zwei Stunden wie im Flug vergingen.


 

Am Folgetag war der Peter in Leipzig dabei und durfte live miterleben, wie WBR und Leidbild auch beim zweiten Konzert ordentlich eingeheizt haben.Wie von Ruwen versprochen wurde das Hellraiser an diesem Samstag (08.März) abgerissen.
Kraftvoller Deutschrock aus 13 Jahren Bandgeschichte wurde dem textsicherem Publikum um die Ohren geschmettert.
Mit dem Song „Ohne euch kein wir" als krönenden Abschluss haben Band und Fans nach zwei Stunden dann bewiesen: nur gemeinsam kann man solche Partys feiern.

 

 


 

Zuletzt folgten dann Hardy, Micha, Uwe und Perli der Einladung und besuchten die Tour am vergangenen Freitag (28.03.) in Berlin.
H
ier erwartete uns ein straffer Zeitplan, denn alles wurde um eine Stunde vorgezogen: Einlass war um 17:00 Uhr, Beginn demnach bereits um 18:00 Uhr.

Pünktlich starteten die Jungs aus Oberfranken mit einem gut 35 Minütigem Set. Unbelehrt haben einen guten Einblick in ihre Musik gegeben und eine klasse Mischung ihrer Werke zum Besten gegeben. Mit dabei waren u.a. „Wieder Kind sein“, „Komm lass uns fliegen“, „Niemals wie ihr“ und „Leckt uns am Arsch“ inklusive Mittelfinger Meer. Frontmann Michel überzeugt nicht nur mit seinem Gesang sondern auch mit einer auffallenden Mimik und Gestik, die mich (Perli) besonders angesprochen hat. Im ausverkauften Privatclub – einer wirklich gemütlichen, kleinen Location – hatte die erste Band an diesem Abend auch zur frühen Stunde kein schweres Los gezogen. Das Publikum hatte richtig Bock und folgte jeder Anweisung. Ein einheizen war also nicht besonders schwer, da der Club auch schon vor dem offiziellen Einlass einem Hexenkessel glich.

Gegen 18:50 Uhr waren Leidbild an der Reihe. Und schlagartig wurde es nochmal voller in der kuscheligen Lokalität. Mit Songs wie „Liebe Leidbild Leidenschaft“ und „Frankfurt am Main“ kochte die Stimmung gleich weiter auf hohem Level. Sänger Chris ist ein Energiebolzen wie er im Buche steht und man hat auch dem Rest der Band den Spaß merklich angesehen. Ein Highlight war sicherlich nicht nur für uns das Cover „Frösche weinen nie“, welches die Jungs aus Frankfurt jüngst mit Rockwasser aufgenommen haben. Mit „Einer von euch“ dankte die Band ihrem Fanclub und auch einen Song vom Album Numeri, welches am Freitag Release feiert, durfte auf der Setlist nicht fehlen. Somit wurde das Kapitel Levitikus an diesem Wochenende geschlossen. Nach etwa 40 Minuten fiel der letzte Ton und die Band hat die Bühne für den Hauptact geräumt.

Um ca. 20:00 Uhr war es dann soweit: der Grund warum wir alle nach Berlin gepilgert sind. Eizbrand folgten nach fünf Jahren dem lauten Ruf der Hauptstadt. Und wie überwältigend dieses Wiedersehen war, hatte an diesem Freitag Abend jeder gespürt. Beim dritten Song performte Sänger und Frontmann Ruwen schon aus der Mitte des Publikums.
12 Jahre Bandgeschichte, drei Alben und Songs, die noch nie live gespielt wurden – das alles wartete auf uns.
Da es laut Ruwen „scheiß heiß“ auf der Bühne war (übrigens nicht nur da...), war es vielleicht gar nicht so verkehrt, dass die Band bis zu einem gewissen Punkt keinen Alkohol trank.
Dass sich die Band ihrer großen Vorbildfunktion bewusst ist, hat sich bereits vor Einlass gezeigt, als Ruwen Bilder mit Fans gemacht hat: bei Fotos mit Kindern kommt kein Alkohol und keine Zigarette mit auf's Bild! Der RESPEKT aus allen Ecken ist euch gewiss!
Und auch die fürsorglichen Ansagen zum Aufpassen auf die Kinder in den ersten Reihen gehören natürlich dazu.

Der proppevolle Club feierte völlig ausgelassen und harmonisch Songs wie „Wann kommt die Zeit“, „Wenn aus Freundschaft liebe wird“ und „Haus aus Glas“. „Gegen dich“ ist ein Klassiker, bei dem man so richtig alles raus brüllen kann. Bei Eizbrand ist es wirklich schwierig, Songs auszusortieren, hier sind nahezu alle Titel Klassiker! Und wenn Lars dann auch noch die Akustikgitarre raus holt, wird es hoch emotional. Mit einer sehr persönlichen Ansage zu einer noch persönlicheren Nummer performten die Musiker „Stumme Schreie“, was vor der Tour noch nie live gespielt wurde.
Berlin hat zudem den (bis dato) 16 Uhr Rekord („Irgendwo auf der Welt“) gebrochen und lauthals über drei Minuten gesungen. Wahrscheinlich wäre das noch länger gegangen, hätte die Band das nicht unterbrochen. Zum Ende hin durften wir zu „Ohne euch kein wir“ noch Discofox tanzen – Danke an meinen Tanzpartner Ulfi – und diesen perfekten Abend dann ausklingen lassen.

Eizbrand haben schlichtweg abgeliefert, wie es Hardy mit einem Wort auf den Punkt bringt, hier hat einfach alles gepasst!
Der kleine Privatclub in Kreuzberg – sauber, gepflegt und gemütlich – eine wie erwartete spektakuläre Live Show, drei absolut tolle Bands, Gänsehautmomente und große Gefühle haben uns ausgelassen und entspannt feiern lassen.

 

Danke, dass wir dabei sein und ein Teil dieser Familie sein durften!
Kasi, Peter, Hardy, Micha, Uwe und Perli
AGF- RADIO