Erstellt von Perli am 02.07.2019

AlpenFlair mit Warm Up Party / 19. - 22. Juni 2019 in Natz- Schabs

„... Du bist das Land, dem ich die Treue halte, 
weil du so schön bist, mein Tiroler Land!..." 

Wieder mal galt es, das Land der 1000 Berge unsicher zu machen. Dieses Jahr sogar für eine ganze Woche, denn der Campingplatz des AlpenFlairs öffnete 2019 erstmals bereits am Montag seine Pforten. Für mich kam dieser Umstand äußerst gelegen, schließlich kam ich direkt vom Nova Rock in Österreich ins wunderschöne Südtirol gefahren. Morgens hatte ich mein Zelt gerade erst auf dem einen Platz abgebaut, um es abends direkt schon wieder am nächsten Ort aufzubauen. Da wir, meine Schwester Jenny und ich, allerdings erst ziemlich spät am Abend ankamen, hatten wir von dem Montag nicht mehr sehr viel. Wir bauten nur noch fix die Zelte auf, tranken das ein und andere Bierchen mit den noch herum sitzenden Freunden und verschwanden dann in die Horizontale.

Am Dienstag war ich zunächst relativ planlos, das einzige, was fest stand war, dass ich dringend duschen gehen musste. Also machte ich mich auf zu meinen beiden Kolleginnen Dunja und Perli, die bereits seit Sonntag Nacht vor Ort in einer Ferienwohnung im <GOLDENEN APFEL> waren. Dort angekommen deutete sich dann der weitere Tagesablauf an: nach der Dusche und einem spontanen Ausflug nach Brixen um noch ein paar Vorräte zu besorgen, sollte ich vollends bei den beiden versacken. Beschäftigung hatten wir jedenfalls genug: es gab einige versaute Trinkspiele und auch an illusteren Gästen mangelte es im Laufe des Abends nicht . Irgendwann wackelte ich zurück zum Zelt um mir den Schlaf der Gerechten zu genehmigen. 

Natz feiert sich warm

Am Mittwoch stand, wie die Jahre zuvor auch, das kleine Dorf Natz voll und ganz im Mittelpunkt des Geschehens. Hier fand die große Warm Up Party statt, bei der sich der ganze Ort herausputzte und es an jeder Ecke etwas zu sehen bzw. zu trinken gab. Jeder Anwohner, Gastwirt und  Bauer stellte Bierbänke und eine Zapfanlage auf, hier dröhnte Volksmusik aus den Boxen, dort Schlager und im Nachbarstall gab es eine Disco. Auf der Marktplatzbühne gab es Livemusik und alle waren außer Rand und Band! Nach und nach öffneten sich auch die anderen Campingplätze, welche sich alle um das Festivalgelände zogen und vom Vormittag bis zum frühen Abend durchstreifte ich den Platz, traf viele bekannte Gesichter und trank natürlich fleißig jede Menge Bier. Irgendwann machte auch ich mich dann auf den Weg zur Party im Ort. Auch hier traf ich an jeder Ecke Bekannte und irgendwann drängte man mich im Schlepptau mit einigen Leuten in die Stadeldisco, die in einer größeren Scheune untergebracht war. Irgendwie kam ich mir von Anfang an vor wie im falschen Film, aber wenn man schon mal dort war, konnte man sich ja zumindest mal umsehen. Und tatsächlich traf ich in diesem Pressluftbunker eine Delegation der Wild Pogos aus der Schweiz. Die Freude über das ungewöhnliche Treffen war groß und so hielt es mich doch tatsächlich noch eine Weile da drin. Irgendwann musste ich aber wieder raus an die Luft und ich drängte mich durch die Massen wieder nach draußen. Nur um festzustellen, dass es inzwischen angefangen hatte in Strömen zu regnen. Nach dem heißen Tag empfand ich persönlich das als willkommene Abwechslung und so zog ich weiter meine Runden durch Natz. Letztendlich versackte ich aber wieder bei meinen Kollegen, wo dann die Party für mich zu Ende ging. Den Weg zum Zelt musste ich leider trotzdem noch zurücklegen.

Dann endlich kam der Donnerstag und es war an der Zeit, das AlpenFlair Festival richtig beginnen zu lassen. Die erste Band, die ich an diesem Tag zu sehen bekommen sollte, waren die Local Bastards. Die Musiker hatte ich zuletzt vor ein paar Jahren in Adelsheim gesehen, bevor sie bei Rookies & Kings unterschrieben hatten. Sie waren damals schon gut, aber jetzt waren sie einfach überragend. Einerseits war es toll, dass sie auf der Nebenbühne spielten, andererseits war es auch schade, da sie es durchaus auch verdient hätten, auf der großen Mainstage zu spielen. Doch ich bin mir durchaus sicher, dass dies nicht der letzte Auftritt der Jungs auf dem Alpen Flair war und beim nächsten Mal sehen wir sie dann ganz sicher auf der Hauptbühne. Mein Plan für den weiteren Tag sah eigentlich vor, noch weitere Bands zu sehen. Doch wie immer kam es anders, denn ich versackte hoffnungslos auf dem Campingplatz bei Freunden vom FWSC. Kein Wunder, wenn man dazu eingeladen wird, Leute nass zu spritzen, jede Menge Blödsinn zu quatschen und obendrein auch zum Eimersaufen animiert wird. So zog der Tag dahin, bis es fast schon Nacht war. Dann erwachte jedoch mein Elan und ich machtemich doch nochmal auf den Weg vor die Bühne, denn schließlich wartete mit In Flames noch der Headliner des Abends auf uns. Es war definitiv die richtige Entscheidung, denn um es einfach auszudrücken: es war der Hammer! Von einigen kleineren Wackeleien beim Ton abgesehen, war dies eindeutig einer der besten Auftritte, den ich in mittlerweile sieben Jahren AlpenFlair gesehen habe. Nach den schwedischen Metalikonen war ich noch ein Weilchen auf dem Campingplatz auf ein paar Bier unterwegs, bevor ich mich wieder in mein Zelt zurück zog.

Der Freitag begann ganz klassisch für mich, an diesem Tag fand wie immer unser traditionelles Pizzaessen der FWSC Baden Württemberg statt. Weiterer Pflichttermin war der Auftritt der Kinder aus Hinterwald: Kärbholz gaben sich erneut die Ehre und verwandelten das Festival zu einem richtigen Hexenkessel. Die Stimmung war top, überall waren Leute am pogen und auch die Securitys kamen richtig ins Schwitzen. Irgendwann während des Konzertes rief Sänger Torben nämlich dazu auf, dem Sicherheitspersonal mal etwas Arbeit zu verschaffen. Und das taten die Besucher natürlich auch, indem sie gefühlt hunderte Crowdsurfer vorbei schickten. Alles in allem war es ein sehr geiles Bild, welches sich uns bot. Die vier Hölzer lieferten für mich eindeutig eines der größten Highlights dieses Festivals ab. Anschließend zog ich mich wieder auf den Zeltplatz zurück, wo ich selbstverständlich wieder etwas versackte. Als dann auch noch der Starkregen einsetzte kam ich mit einem Freund auf die Bieridee bei dem Wetter eine Runde über den Platz zu drehen. Wir ließen uns von den Witterungsverhältnissen nicht entmutigen und zogen also noch einmal los und lernten einige richtig lustige Leute kennen. Am Ende schauten wir nochmal auf dem Konzertgelände vorbei, um uns noch ein Stück von Mickie Krause anzusehen. So standen wir dann zwischen Mallepartyhits und im Matsch tanzenden Gestalten, eine Situation, wie sie halt nur auf dem Alpen Flair passieren kann. Im Anschluss zog es uns auch noch einmal vor die Nebenbühne, wo es in diesem Jahr zum aller ersten Mal ein Mitternachtsspezial gab: Stunde Null spielten zu dieser später Stunde dort noch auf. Viele von euch wissen, dass ich im Bezug auf diese Band sehr skeptisch bin, ich hatte sie bereits ein paar Mal live gesehen und war tatsächlich nicht überzeugt. Aber nach dem zureden einiger Leuten gab ich der Band doch noch einmal eine Chance, und was soll ich sagen? Ich war wirklich positiv überrascht: die neuen Songs, klingen sehr viel versprechend und ich schätze, damit kann ich mich anfreunden. Von daher hab ich es nicht bereut, mir die Musiker nochmal live angesehen zu haben. Anschließend war ich wie die Tage zuvor auch, noch etwas auf dem Zeltplatz unterwegs, bevor ich mich selbst dann auch wieder in mein Zelt zurück zog.

Der Samstag sollte dann auch mein letzter Tag werden, durch den Starkregen der voran gegangenen Tage war ich leider gezwungen, schon an diesem Abend ab zu reisen. Ich packte also meinen Kram zusammen und wollte mein Auto umparken, was allerdings gar nicht möglich war. Ich war leider schon nach den ersten Anfahrtsversuchen so weit eingesunken, dass ich nicht mehr aus eigener Kraft weg kam. Es dauerte über zwei Stunden und kostete jede Menge Nerven, bis ich endlich mein Auto aus dem Morast befreien konnte. Nachdem dies erledigt war, konnte ich auch endlich, pünktlich zur ersten Band des Tages, wieder vor die Hauptbühne gehen. Eizbrand machten den Anfang und im Nachhinein betrachtet muss ich sagen, war das auch mein Highlight des Tages. Genauer gesagt war es eigentlich genau dieses eine spezielle Lied der Band:  „Wir tanzen nicht wir pogen“. Ich bin der Meinung, dass diese Musiker noch einen sehr steil nach oben führenden Weg vor sich haben. Weiter ging es mit hochkarätiger musikalischer Begleitung in Form von Alles mit Stil. Die Jungs hatten kein Problem, das zuvor aufgespielte Niveau zu halten, im Gegenteil, sie legten meines Erachtens nach die Latte sogar noch ein wenig höher. Power hatten die Jungs nicht zu knapp und sie feuerten ihre Songs, einer energiegeladener als der andere, kompromisslos hinaus. Unterstützt wurde das Ganze auch noch durch den Einsatz von gezielter Pyrotechnik, welche den Auftritt auf ein ganz neues Level gehoben hat. Dies war ganz eindeutig der beste Auftritt, den ich von der Band bisher gesehen habe. Das musikalische Niveau war an diesem Samstagnachmittag sehr hoch und es sollte auch genauso weiter gehen. Band Nummero drei auf der Bühne war niemand geringeres, als die Überflieger unserer Szene schlecht hin: vor zwei Jahren spielten Artefuckt noch auf der Nebenbühne und nun spielten sie einen der besten Slots der Hauptbühne. Und das auch hoch verdient! Es gibt nur sehr wenige Bands bzw. Künstler, die Songs von einer solchen Qualität herausbringen können und das Ganze sogar überzeugend auf der Bühne präsentieren können. Nicht umsonst haben die Jungs mittlerweile eine rasant steigende Fanbase, die ihnen überall hin folgt. Auch auf dem Platz war die Hölle los, wenn ich schätzen müsste waren mindestens 10.000 wenn nicht sogar 12.000 Leute - einfach nur Wahnsinn! Jetzt brauchte ich allerdings eine kleine Pause und so zog es mich zunächst nochmal zurück zum Zeltplatz. Die letzten beiden Bands des Abends waren dann allerdings definitiv wieder Pflichtprogramm. Die Metalikonen von Powerwolf zelebrierten mit uns die heilige Messe des Heavy Metals und zogen mit ihrem epischen Sound die Leute in ihren Bann. Sie feuerten ihre Hymnen, eine besser als die andere, heraus und sorgten so für hervorragende Stimmung an diesem letzten Abend. Last but not least fehlte nur noch eine Band um das Bild dieses Festivals perfekt zu machen: die Hausherren von Frei.Wild. Dieses Jahr spielten sie ihr Set der Zurück in die Clubs-Tour und sorgten so bei allen für wohlige Gefühle der Nostalgie. Es gab nur sehr wenige aktuelle Songs, dafür aber viele Songs ihrer bewegten Vergangenheit. Alles in allem muss ich sagen, dass es von der Stimmung, den Leuten und dem ganzen Feeling was während des Auftritts herrschte, für mich das beste Konzert der Band war, welches ich in meinen ganzen Jahren in Südtirol auf diesem Festival erleben durfte. Und dann kam er, der traurigste Punkt eines jeden Festivals: das Abschiednehmen. Ich zog los, um allen Auf Wiedersehen zu sagen und machte mich auf den langen Heimweg.
Zum Schluss als kleines Fazit bleibt mir nicht viel übrig, als
DANKE zu sagen. Trotz des sintflutartigen Regens und einiger dämlicher Vorkommnisse von verblödeten Festivalgästen war es wie immer ein sehr schönes Open Air Event. Es gibt dieses alte Sprichwort welches besagt: Nach 7 Jahren hält es für immer. Für mich war es 2019 mein 7. Jahr, also kann ich mit gutem Gewissen sagen, dass ich nicht nur nächstes Jahr, sondern auch in Zukunft bei jedem AlpenFlair am Start sein werde!

„...Wir feiern durch, wir bleiben bis zum Ende,
erhebt die Stimme, zeigt uns alle eure Hände.
Das ist die Wahrheit, laut und ungelogen,
nehmt die Beine in die Hand, wir tanzen nicht wir pogen!“

Alex
AGF-RADIO

Fazit Saubaazi: 

AlpenFlair, Matsch Flair, Regen Flair....

Noch nie hatten wir so viel schlechtes Wetter wie in diesem Jahr. Jeder Tag war geprägt von Regenschauer und Gewitter. Was das diesjährige Festival aber auch prägte war eine unglaublich starke Auswahl an Bands, besonders der Donnerstag (den ich als "In die Fresse - Abend" in Erinnerung behalten werde) hatte es mir persönlich angetan. Meine Highlights: die vielen Gespräche mit Bands, Crew, Kollegen, Freunden, Hörerinnen und Hörern, die Auftritte von Equilibrium und Bad Wolves, die Tatsache, dass ich mal wieder Bands gesehen habe, die ich mir sonst wohl nicht angesehen hätte und noch vieles andere mehr! AlpenFlair, du wirst mich auch in den nächsten Jahren nicht mehr los!


Fazit Perli:

In Natz regnet es IMMER!

Gefühlt haben Dunja und ich uns direkt nach dem grandiosen Local Bastards Releasekonzert am 14. Juni in Wetzlar auf den Weg nach Südtirol gemacht. Kurz noch einige Dinge einkaufen, Tetris spielen (zwei Personen- kleines Auto- Unmengen an Gepäck) und dann ging am Samstag Abend die Reise los. Passender hätten wir nicht abfahren können, denn wir hatten mega Glück und sind super durch gekommen, einzig der starke Regen um Ulm hat uns ein wenig ausgebremst. In der Nacht auf Sonntag gegen 3.45 Uhr sind wir endlich, erleichtert aber doch auch ganz schön müde, in Natz an unserer Ferienwohnung angekommen. Leider hatte Angelika vergessen, uns den Schlüssel rauszustecken, so dass wir gute vier Stunden- mittlerweile völlig übermüdet- uns damit beschäftigen mussten, dem grauenvoll lauten (ACHTUNG: Übertreibung aufgrund von Müdigkeit) Geschrei der Vögel zu zu hören und stupide immer wieder im Kreis um die Pension zu laufen. Es wurde hell und einige Kirchgänger, Zeitungsboten,Jogger und was weiß ich alles kreuzte unseren Weg aber immer noch kein Lebenszeichen von Angelika. Es war ja Sonntagmorgen, also wollten wir sie auch nicht anrufen und wecken. Ein Rundgang über den Friedhof entzündete in mir helle Begeisterung und so verging die Zeit nach und nach ... schleppend. Jetzt aber genug der Ausschweifungen: endlich konnten wir in unsere Wohnung, das gröbste auspacken, duschen und ab ins Bett, genau dann wenn gerade alle anderen um uns herum wieder auf standen. 
An dieser Stelle nochmal Sorry Daddy, für die nächtliche Störung. 

Den Sonntag verbrachten wir damit, alles auszupacken, uns einzurichten, ein Sektchen zu trinken und anschließend im zugehörigen Restaurant
Goldener Apfel etwas zu essen. Nach einem abendlichen Spaziergang und der Erkundung des Festivalgeländes (zu dem Zeitpunkt befand sich noch alles im Aufbau), ging es für uns wieder ab ins Bett, denn irgendwie mussten wir ja in einen normalen Tag-/ Nachtrhythmus kommen.

Am Montag besuchten wir Martino im
Rookies & Kings Store in Brixen, wo man bereits einige bekannte Gesichter begrüßen konnte, kauften noch Schnaps und Bier und ein paar Lebensmittel und konnten bei unserem abendlichen Spaziergang durch die Apfelplantagen bestaunen, wie viele Verrückte in diesem Jahr das Angebot genutzt haben, bereits Montags anzureisen. Das eigentliche Festival ging schließlich erst Donnerstags los. Aber auch trotz des starken Regens vor allem in den Abendstunden, feierten bereits jetzt alle Anwesenden eine riesen Party. 

Dafür sollte man einen extra Bereich auf Festivals einrichten:  Kondomabfallentsorgung (Julia) 

Dienstag gesellten sich nach und nach mehr schwitzende geile Männer zu uns (Hallo Tiz!), Julia und Susann waren auch schon da und der Tag stand ganz im Zeichen von Gesellschaftsspielen. Wer macht das heutzutage überhaupt noch? Wir spielten am Nachmittag zuerst eine Runde Sprechverbot (Tabu für Erwachsene), das Kartenspiel Besaufen sollte dazu dienen, Jenny auf Temperatur zu bringen und während wir am Abend Ich habe noch nie gespielt haben, gab es zudem Besuch u.a. von Kasi und Ossi und unser #sommerhausderstars war so gut wie komplett. 

„...ich bin nur umgeben von Schweinen ... und Perli." (Dunja) 

Mittwoch kam endlich auch Saubaazi, unser Kollege und Mitbewohner für die nächsten vier Tage, an und der Warm-up Party in Natz stand nichts mehr im Wege. Der Abend war geprägt von randalierenden Musikern in unserer Wohnung, einem spontanen Geldsegen, viel Alkohol, guter Musik aus nahezu allen Genres und, wie die folgenden Tage auch, REGEN- viel Regen! 

Donnerstag: Das AlpenFlair 2019 konnte beginnen und Neurotox aus Rheinberg eröffneten um 13.00 Uhr als allererste Band das Festival auf der Flair Stage. Und tatsächlich war zu dieser Stunde auch schon gut was los und es gab sogar direkt den ersten Pogo. Grim God aus Erfurt brachten uns anschließend ihren Asskickin' Rock'n'Metal etwas näher, bevor es zu meinen Favoriten an diesem Tag kam. Gerade erst hatten die Local Bastards ihr Release vom aktuellen Album Krone der Schöpfung gefeiert und jetzt standen sie erneut vor einem geilen Publikum. Ich glaube ja, Julian war ein bisschen nervös, denn er hatte den Song „Priester" gleich zwei Mal angesagt und sich zum Ende mit „wir waren die Local Bastards" verabschiedet. Dennoch ein ganz starker Auftritt und auch ich bin mir sicher, dass nächstes Jahr die Alpen Stage winkt. Im Anschluss eröffneten Hangar-X die Bühne im Infield und heizten der Menge ordentlich ein - mein absolutes Pflichtprogramm. Für mich war an dieser Stelle aber auch schon Schluss und ich zog mich in die Ferienwohnung zurück. 

Den Opener am Freitag habe ich leider verpasst, der Plan war, The O'Reillys and the Paddyhats anzuschauen. Zuvor spielte allerdings noch die ortsansässige (Bozen) Gothic/ Metal/ Dark Rockband Alight, die, auch wenn das so gar nicht meine Musik ist, ein dickes Like von mir bekommen. Die Band glänzte nicht nur mit ihren beiden wunderschönen Frauen Catia (Gesang) und Monica (Bass). Dennoch war eins meiner Highlights an diesem Tag der Irish Folk Punk aus Little Dublin (Gevelsberg). The O'Reillys haben einen großartigen Auftritt hingelegt und für einen absolut brechend vollen Vorplatz gesorgt! Bitte im nächsten Jahr unbedingt wieder einladen, dann aber für die Hauptbühne! Wenn die Band jetzt noch deutsche Songs machen würde, würde ich mich vollends verlieben! Grenzen|los eröffneten die Alpen Stage und brachten das Infield zum kochen, bevor die Dorfrocker aus Kirchaich bei Bamberg einen Totalabriss starteten. Die drei Brüder Markus, Tobias und Philipp, die schon seit Kindertagen zusammen Musik machen, haben vieles an diesem Wochenende in den Schatten gestellt: es gab die längste und geilste Polonaise, die ich je gesehen hatte, angeführt von den Musikern selbst, und den lautesten Chor zum Song „Dorfkind". SENSATIONELL! Dieser Auftritt wird mir wohl immer im Gedächtnis bleiben. Chapeau! 
Die vier Hinterwäldler von
Kärbholz gaben sich anschließend die Ehre und sorgten weiter für eine ausgelassene und überwältigende Stimmung, wenngleich es hier und da Soundprobleme gab. Die Burschen haben es einfach drauf und sind es gewohnt, vor solch einer Fanbase aufzuspielen. Lacuna Coil aus der Metropole Mailand haben mich mit ihrer Frontfrau ebenfalls beeindruckt, obwohl auch das nicht meine Musikrichtung ist, aber wow, was eine Power! Leider regnete es zu diesem Zeitpunkt schon wie aus Kübeln und wir mussten uns kurzum im großen Zelt unter stellen, zumal es auch kräftige Gewitter gab. Zu Ugly Kid Joe haben wir uns dann doch nochmal raus getraut, aber tatsächlich nur für 1-2 Songs, dann bin ich triefend nass zurück in die Ferienwohnung gegangen. Und dass obwohl ich unbedingt Mickie Krause gegen 23.00 Uhr sehen wollte, nur deshalb hatte ich solange durchgehalten. Ich darf gar nicht näher drüber nachdenken, denn ich bin schon richtig enttäuscht, dass das nicht geklappt hat, und auch das Late Night Special von und mit Stunde Null stand bei mir jetzt nicht mehr auf dem Plan. 

Das Wetter hat mir den Samstag völlig versaut, denn auf den Regen und den Matsch, der mich auf dem Festivalgelände erwartet hätte, hatte ich schlichtweg einfach keinen Bock und somit war für mich chillen angesagt. Mittags gab es ein paar Dark Marks mit Susann und Julia auf dem Balkon und dann habe ich bereits meine sieben Sachen zusammen gepackt und mich selbst in die Ecke geschmissen. Gegen 1.00 Uhr am Sonntag morgen machten wir uns wieder auf die Heimreise und pünktlich um die Mittagszeit war auch ich dann wieder zu Hause! 

DANKE Natz, DANKE AlpenFlair für eine grandiose Zeit! 

Leider muss man sich für einige Leute wirklich fremdschämen, aber schwarze Schafe gibt es leider überall. Ich habe einen riesen Respekt vor allen, die bei dem Wetter (und das bereits seit Montags) auf den Zeltplätzen durchgehalten haben. Ebenfalls möchte ich mich mit tiefem Respekt bei der gesamten Crew und allen Helfern, aber und vor allem auch bei allen Bauern, die jedes Jahr ihre Wiesen zur Verfügung stellen und Sonntag Morgen ab 6.00 Uhr mit ihren Treckern die Autos aus dem Matsch gezogen haben, bedanken- ohne euch wäre das AlpenFlair gar nicht umsetzbar! 
Danke Dunja und Saubaazi- im nächsten Jahr wirst du unsere Faszienrolle sein- Alex, Jenny, Tiz, Daddy, Dennis, Ray (ja ich weiß, er heißt Roy^^), Julia, Susann, Kasi, Ossi, Marc, Michel, Thekla, Peter, Simone und alle, die auch das ganze Drumherum zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht haben! Danke an
Alles mit Stil und die Local Bastards für eine tolle Warm- up Party! Auch ich werde im nächsten Jahr wieder mit dabei sein! 

Perli
AGF- RADIO